Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 01.pdf/8

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Vier dieser Schraubendrähte wurden mit ihren gleichliegenden Enden zusammen gebunden, und dann, die beiden Enden des vierfachen Drahts mit dem kleinen Schraubendraht, der eine unmagnetisirte Nadel enthielt (13.), in Verbindung gesetzt. Die vier andern Drähte, auf ähnliche Weise verknüpft, wurden mit einer Leidner Flasche verbunden. Nach Entladung der Flasche durch diesen Schraubendraht fand sich die Nadel magnetisch. Allein vermuthlich war ein Theil der elektrischen Entladung in den kleinen Schraubendraht übergesprungen, und hatte so die Nadel magnetisirt. Es war auch in der That kein Grund zu der Annahme vorhanden, daß eine Elektricität von solcher Spannung, wie die einer Leidner Flasche, sich nicht durch alle die zwischen den Ueberzügen befindlichen Drahtgänge verbreiten sollte.

25) Indeß folgt daraus nicht, daß die Entladung der gewöhnlichen Elektricität durch Drähte nicht ähnliche Erscheinungen, wie die Volta’sche Elektricität, sollte hervorbringen können. Da es indeß unmöglich scheint, die Wirkungen der anfangenden Entladung von der gleichstarken aber entgegengesetzten der aufhörenden Entladung zu trennen (16.), in sofern bei der gewöhnlichen Elektricität Anfang und Ende der Entladung gleichzeitig sind, so steht schwerlich zu hoffen, daß der Versuch in dieser Gestalt gelingen werde.

26) Hieraus ist klar, daß die Volta’schen Ströme hinsichtlich der Vertheilungs-Phänomene, die sie hervorrufen, einigermaßen der Spannungs-Elektricität ähnlich sind, obgleich sie auch, wie man weiterhin sehen wird, in manchen Stücken von dieser abweichen. Das Resultat dieser Vertheilung ist die Erzeugung anderer, indeß nur momentaner Ströme, die dem erregenden Strom parallel sind, oder zu werden trachten. Durch die Polarisationsart der Nadel in dem kleinen Schraubendraht (13. 14.) und durch die Ablenkungsrichtung der Galvanometernadel (11.) findet sich, daß der erregende Strom bei seinem Beginn