Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 02.pdf/23

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magnetisirt werden, so wurde doch keine Wirkung auf die Nadel hervorgebracht.

200) Ein etwa 14 Zoll langes Glasrohr wurde mit starker Schwefelsäure gefüllt, dann ein blanker Kupferdraht mit einem seiner Enden, das auf eine Strecke von 12 Zoll zu einem Bündel zusammengebogen war, um der Säure eine große Oberfläche darzubieten, in die Röhre gesteckt, und das Uebrige des Drahts aus der Röhre zum Galvanometer geführt. Ein zweiter an seinem Ende ähnlich zusammengebogener Draht wurde in das andere Ende der Schwefelsäure getaucht und auch mit dem Galvanometer verbunden; so daß in diesem Versuch Säure und Kupfer in derselben Relation zu einander waren, wie im vorhergehenden (194.) Eisen und Kupfer. Als diese Vorrichtung in ähnlicher Weise zwischen die Pole des Magneten gebracht wurde, konnte nicht die geringste Wirkung am Galvanometer wahrgenommen werden.

201) Aus diesen Versuchen erhellt, daß, wenn verschiedenartige Metalle, zu einem Bogen vereint, der magneto-elektrischen Vertheilung in jeder Hinsicht gleich unterworfen werden, sie in Bezug auf die elektrischen Ströme, welche sich in ihnen entweder bilden oder zu bilden trachten, genau gleiche Kräfte zeigen. Dasselbe scheint mit Flüssigkeiten und wahrscheinlich mit allen übrigen Substanzen der Fall zu seyn.

202) Doch schien es unmöglich, daß diese Resultate die relative vertheilende Kraft des Magnets auf die verschiedenen Metalle anzeigen konnten; denn daß die Wirkung in gewisser Beziehung zu dem Leitungsvermögen stehe, schien eine nothwendige Folge (139.), da der Einfluß rotirender Scheiben auf Magnete, wie gefunden worden, in allgemeiner Beziehung zu dem Leitungsvermögen der angewandten Substanz steht.

203) In dem Rotationsversuch (81.) wird der elektrische Strom in derselben Substanz erregt und entladen, sie mag ein guter oder schlechter Leiter seyn; allein bei