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zeigt, würde sich eben so kräftig, wenn nicht gar kräftiger, in einer solchen Lage entwickelt haben.

Experimental-Untersuchungen über Elektricität 02 T5 F15.jpg

218) Der gezeichnete Pol eines großen Magnetstabs wurde unter den Rand der Platte gestellt, und dann die Scheibe, nachdem Collectoren (86) an ihrer Axe und ihrem Rand angesetzt und mit dem Galvanometer verbunden waren (Taf. V Fig. 15), in Rotation versetzt; sogleich ging ein kräftiger Strom in das Instrument. Nun wurde ein ähnlicher Magnet oberhalb der Platte aufgestellt, so daß ungleichnamige Pole einander gegenüber lagen. Beim Rotiren der Platte wurde ein noch kräftigerer Strom erregt. Darauf wurde der letztere Magnet umgedreht, so daß über und unter derselben Stelle der Platte gezeichnete Pole befindlich waren. Nachdem der Abstand der Pole (von der Platte) ihrer relativen Stärke gemäß ajustirt worden war, wurden sie in ihrer vertheilenden Wirkung auf die Platte zuletzt zu einer so vollkommenen Neutralisation gebracht, daß bei der schnellsten Rotation keine Elektricität mehr erhalten werden konnte.

249) Ich schritt nun zum Vergleiche der Wirkungen gleich- und ungleichnamiger Pole auf Eisen und Kupfer, und bediente mich dazu Hrn. Sturgeon’s nützlicher Abänderung des Arago’schen Versuchs. Diese besteht darin, daß man eine runde Metallscheibe von einer horizontalen Axe in einer verticalen Ebene tragen läßt, und sie entweder an einer Randstelle etwas beschwert, oder ihre Axe etwas excentrisch macht, so daß sie gleich einem Pendel schwingen kann. Die Pole der Magnete werden dann an der Seite oder an dem Rande dieser Scheibe aufgestellt, und die Zahl der Schwingungen aufgezeichnet, welche erforderlich sind, um den Schwingungsbogen auf eine gewisse constante Größe zurückzuführen. Bei Beschreibung dieses Instruments[1] wird gesagt, die ungleichnamigen Pole bewirkten die


  1. Edinb. Phil. Journ. 1825. p. 124.