Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 02.pdf/42

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abgerückt, so stieg die Zahl der Schwingungen bis auf einunddreißig, also nahe bis zur ursprünglichen Menge. Als er aber gänzlich entfernt wurde, sank diese Zahl bis auf fünf oder sechs herab.

253) Nichts kann demnach deutlicher seyn, als daß beim Eisen und bei anderen Körpern, die der gewöhnlichen magnetischen Vertheilung fähig sind, ungleichnamige Pole an entgegengesetzten Seiten des Randes der Scheibe einander in ihren Wirkungen aufheben, während gleichnamige Pole die Wirkung verstärken. Allein beim Kupfer und bei anderen Substanzen, die nicht für die gewöhnliche magnetische Einwirkung empfindlich sind, neutralisiren gleichnamige Pole einander, ungleichnamige erhöhen die Wirkung, und ein einziger Pol vor dem Rande bewirkt nichts.

254) Nichts kann vollständiger die gänzliche Unabhängigkeit der von Hrn. Arago mit Metallen erhaltenen Wirkungen von denen der gewöhnlichen magnetischen Kräfte darthun; und deshalb wird in’s Künftige die Anwendung zweier Pole auf bewegte Substanzen, die magnetisch zu seyn scheinen, ein Prüfmittel geben, von welcher Art ihre magnetischen Wirkungen sind. Wenn ungleichnamige Pole stärker wirken als ein einziger Pol, so rührt die Kraft von elektrischen Strömen her. Wirken dagegen gleichnamige Pole stärker als ein einziger Pol, so ist die Kraft nicht elektrisch. Das bei der Bewegung Thätige in den Metallen und der Kohle ist wohl nicht gleich; und in vielen Fällen wird man wahrscheinlich finden, daß die Wirkungen nicht einmal magnetischer Abkunft sind, sondern aus zufälligen, bisher noch nicht beachteten Ursachen entstehen.

255) Die Resultate dieser Untersuchungen scheinen zu beweisen, daß es wirklich, aber nur in sehr geringer Zahl, Körper giebt, die nach Art des Eisens magnetisch sind. Ich habe oft nach Anzeigen dieser Kraft in den gewöhnlichen Metallen und anderen Substanzen gesucht,