Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 02.pdf/43

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und einmal, zur Erläuterung von Hrn. Arago’s Einwand (82), und in Hoffnung, das Daseyn von Strömen in Metallen durch momentane Näherung eines Magneten zu ermitteln, eine Kupferscheibe an einem einfachen Seidenfaden in einem vortrefflichen Vacuo aufgehängt, und, außerhalb der Glocke, kräftige Magnete genähert und entfernt, in Uebereinstimmung mit einem Pendel das vibrirte wie es die Scheibe hätte thun sollen; aber es war keine Bewegung zu erhalten; durch das Nähern und Entfernen des Magneten wurden nicht nur keine Anzeigen von gewöhnlichem Magnetismus, sondern auch keine von irgend einem elektrischen Strom erhalten. Ich wage daher die Substanzen, in magnetischer Beziehung, in drei Klassen zu theilen; zur ersten gehören die, welche schon bei Ruhe eine Einwirkung erleiden, wie das Eisen, Nickel u. s. w., also die, welche die gewöhnlichen magnetischen Eigenschaften besitzen; die zweite Klasse begreift die, welche eine Einwirkung erfahren, wenn sie sich bewegen, sie sind Elektricitätsleiter, in denen durch die vertheilende Kraft eines Magneten elektrische Ströme erregt werden; die dritte Klasse umfaßt die, welche sowohl in Ruhe als auch in Bewegung völlig indifferent gegen den Magneten sind.

256) Obgleich zur richtigen Kenntniß der Wirkungsart zwischen einem Magnet und einem bewegenden Metall noch fernere experimentelle wie mathematische Untersuchungen nöthig sind, so scheinen doch einige der bereits erhaltenen Resultate klar und einfach genug, um einen Ausdruck in einer etwas allgemeinen Weise zu erlauben. Wenn man einen Draht von begränzter Länge bewegt, so daß er eine magnetische Curve schneidet, so wird eine Kraft in Thätigkeit gesetzt, welche längs ihm einen elektrischen Strom hindurchzutreiben sucht; allein dieser Strom wird nicht eher in’s Daseyn gerufen, ehe nicht an den Enden des Drahts Vorkehrungen zu seiner Entladung und Erneuung getroffen sind.