Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 02.pdf/8

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Vertheilung (137.) ganz oder zum Theil auf die Hervorbringung der von den HH. Christie und Barlow[1] beim Rotiren eiserner Körper beobachteten Erscheinungen ausübte, besonders auf die, welche Letzterer bei schneller Rotation einer Bombe wahrnahm, und durch eine Aenderung in der gewöhnlichen Anordnung des Magnetismus in der Eisenmasse zu erklären suchte.

161) Erinnert man sich des bereits (114.) aufgestellten Gesetzes, so scheint es unmöglich, daß eine Metallkugel unter den natürlichen Verhältnissen anders rotiren könne, als mit Entwicklung elektrischer Ströme, die in einer auf der Umdrehungsebene senkrechten Ebene in derselben umherkreisen, vorausgesetzt, die Umdrehungsaxe falle nicht mit der Neigungslinie zusammen. Wie es scheint, wird der Strom am stärksten seyn, wenn die Umdrehungsaxe senkrecht gegen die Neigungsnadel liegt. Denn alsdann schneiden bei der Rotation alle Theile der Kugel, welche unterhalb einer, durch deren Mittelpunkt gehenden und auf der Neigungslinie senkrecht stehenden Ebene liegen, die magnetischen Curven in einer Richtung, während alle über jener Ebene befindlichen Theile sie in entgegengesetzter Richtung schneiden. Es werden daher in diesen rotirenden Theilen Ströme vorhanden seyn, welche von einem Rotationspol zum andern gehen. Da aber die oberen Ströme in entgegengesetzter Richtung als die unteren gehen, so werden sie in Vereinigung mit ihnen eine continuirliche Circulation der Elektricität zu Wege bringen.

162) Da die elektrischen Ströme nirgends in der Kugel unterbrochen sind, so erwartete ich starke Wirkungen, und ich bemühte mich daher, sie mit einem einfachen Apparat zu erhalten. Die angewandte Kugel war von Messing (sie gehörte zu einer alten Elektrisirmaschine), hohl, dünn (zu dünn), und 4 Zoll im Durchmesser. Es wurde


  1. Christie[WS 1], Phil. Transact. 1025, p. 88, 347 etc. Barlow ibid. p. 317.
  1. Vorlage: Christe