Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 04.pdf/15

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breit. Die Berührungsfläche des Eises mit dem Zinn und Platin betrug nahe 14 Quadratzoll, und entsprach einer Eisplatte von 7 Quadratzoll vollkommener Berührung auf jeder Seite und nur von Z. Dicke. Das Gefäß wurde während des Versuchs in einer Kältemischung gehalten.

425) Die Anordnung in der Bahn des elektrischen Stroms war folgende. Der positive Pol der Batterie war durch einen Draht verbunden mit der Platinplatte in dem Eise; diese Platte stand in Berührung mit dem Eise, das Eis mit der Zinnhülle, diese Hülle durch einen Draht mit einem Stücke Zinnfolie, auf welchem das eine Ende eines gebogenen Drahts (312) ruhte, dessen anderes oder zersetzendes Ende von einem mit Jodkalium-Lösung befeuchteten Papiere getragen ward (316); das Papier lag flach auf einem Platinspatel, der mit dem negativen Pol der Batterie verbunden war. Alle Theile dieser Vorrichtung zwischen dem Eisgefäß und der zersetzenden Drahtspitze, beide mit eingeschlossen, waren isolirt, damit keine Elektricität durch die letztere gehen möchte, welche nicht auch das erste durchdrungen hätte.

426) Unter diesen Umständen fand sich, daß unter der zersetzenden Platinspitze langsam ein blaß brauner Fleck entstand, zum Beweise, daß das Eis ein wenig von der durch die voltasche Batterie bis zu dem vom Elektrometer angezeigten Grad entwickelten Elektricität fortzuleiten vermochte. Es ist aber ganz einleuchtend, daß die Batterie, ungeachtet der von ihr gelieferten ungeheuren Elektricitätsmenge, unter den gegenwärtigem Umständen der Elektrisirmaschine weit nachstand; denn die letztere sandte so viel Elektricität durch das Eis als dieß leiten konnte, und die Elektricität besaß eine weit größere Intensität, d. h. war im Stande die Goldblättchen um einen halben Zoll und mehr zu öffnen (419. 420).

427) Der zersetzende Draht und die Jodkalium-Lösung wurden nun fortgenommen und durch einen sehr empfindlichen Galvanometer (205) ersetzt; dieser war so