Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 08.pdf/26

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sind die Umstände ganz verändert; dann kann ein Strom, entsprungen aus der chemischen Wirkung der Säure auf die Base, möglicherweise stattfinden. Allein nun wirken beide Körper als Elektrolyten denn jeder liefert nur einen Bestandtheil zur gegenseitigen Verbindung, z. B. einer Chlor, der andere Metall; und der Wasserstoff der Säure und der Sauerstoff der Base stehen bereit, mit dem Chlor der Säure und dem Metall der Base in Uebereinstimmung mit dem Strom, und gemäß den allgemeinen bereits ausführlich entwickelten Grundsätzen, zu wandern.

930) Die Ansicht, daß die Oxydation oder eine andere directe chemische Einwirkung auf das Metall die alleinige Ursache des elektrischen Stroms in der gewöhnlichen voltaschen Säule sey, wird unterstützt durch die Vorgänge, welche stattfinden, wenn Lösungen von Alkalien oder Schwefelalkalien (931. 943) statt der verdünnten Schwefelsäure als elektrolytische Leiter angewandt werden. Die bereits (884) erwähnten Versuche ohne Metallcontact und mit alkalischen Lösungen als erregende Flüssigkeiten wurden gerade zur Erläuterung dieses Punkts angestellt.

931) Es wurden nun die Versuche über die Zersetzung der Körper durch ein einfaches Plattenpaar wiederholt (899), jedoch unter Anwendung einer Aetzkalilauge, statt der Schwefelsäure, in dem Gefäße (Fig. 5 Taf. I), und mit Benutzung der Vortheile, die der Metallcontact darbietet (895). Alle Erscheinungen waren den früheren gleich; das Galvanometer wurde abgelenkt; Lösungen von Jodkalium, salpetersaurem Silber, Salzsäure und Glaubersalz wurden bei zersetzt; und die Orte, wo die abgeschiedenen Bestandtheile erschienen, so wie die Ablenkungen des Galvanometers zeigten einen Strom an von gleicher Richtung, wie wenn Säure im Gefäße war, d. h. derselbe ging vom Zink durch die Lösung zum Platin, und zurück durch das Galvanometer und zersetztwerdende Agens zu dem Zink.