Seite:Experimental-Untersuchungen über Elektricität 09.pdf/9

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Stroms nicht mit den Umständen variire, welche die besagten eigenthümlichen Resultate begünstigen, so daß sich daraus eine Erklärung dieser Resultate ergäbe, wurde auf folgende Weise ermittelt. Der durch einen Elektromotor erregte Strom wurde durch kurze Drähte geleitet, und seine Intensität dadurch ermittelt, daß man seiner elektrolysirenden Kraft verschiedene Substanzen unterwarf (912. 966 etc.); darauf wurde er durch die Drähte eines starken Elektromagneten (1056) geleitet, wiederum durch dasselbe Mittel auf seine Intensität geprüft, und noch unverändert gefunden. Ueberdieß liefert die Constanz der bei dem obigen Versuch (1071) durchgegangenen Quantität einen ferneren Beweis, daß die Intensität nicht variirt haben konnte. Denn wäre sie durch die Hineinsteckung des weichen Eisens erhöht worden, hätte man allen Grund zu glauben, daß die in einer gegebenen Zeit übergegangene Quantität ebenfalls vermehrt seyn würde.

1073) Thatsache ist, daß bei mannigfaltig abgeänderten Versuchen, der permanente Strom an Kraft verliert, so wie die Wirkungen beim Oeffnen der Kette erhöht werden. Dieß geht aus den vergleichenden Versuchen mit langen und kurzen Drähten (1068) zur Genüge hervor, und zeigt sich noch auffallender durch den folgenden. Man löthe einen dünnen (0,01 Zoll dicken) Platindraht von 1 bis 2 Zoll Länge an das eine Ende des langen Verbindungsdrahts, und auch ein genau eben so langes Stück desselben Platindrahts an das Ende des kurzen Verbindungsdrahts. Um dann die Effecte dieser beiden Verbindungen zu vergleichen, schließe und öffne man die Kette zwischen diesen Platinspitzen und dem Quecksilber in dem Näpfchen oder (1079). Bei Anwendung des kurzen Verbindungsleiters wird der Platindraht, wegen der Menge von Elektricität, durch den constanten Strom in’s Glühen versetzt werden; allein beim Oeffnen der Kette wird schwerlich ein Funke sichtbar seyn; wendet man dagegen den längeren Verbindungsleiter