Seite:Fünf Festreden der Gesellschaft für innere Mission.pdf/7

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Du wollest Deine kleine Heerde, das arme Häuflein, das Dein Wort durch Deine Gnade angenommen hat, ehrt und fördert, bei der rechten, erkannten, reinen und alleinseligmachenden Lehre, auch bei rechtem Brauch der hochwürdigen Sacramente stät und fest erhalten wider alle Pforten der Hölle, wider alles Wüthen und Toben des Satans, wider alle Bosheit und Tyrannei der argen Welt. Erhalte Dein Schifflein sammt Deinen Christen mitten auf dem ungestümen Meere, unter allen Wellen und Wasserwogen, daß es nicht sinke und untergehe. Laß Deine Kirche fest und unbeweglich stehen auf dem Grundfels, darauf sie erbaut ist. O Gott Zebaoth, wende Dich doch, schaue vom Himmel, siehe an und suche heim Deinen Weinstock und halte ihn im Bau, den Deine Rechte gepflanzt hat, den Du Dir festiglich erwählt hast, auf daß sein Gewächs ausgebreitet und seine Zweige groß werden. Verzäune ihn mit Deinem Schilde, und nimm uns, Deine Schafe, in Deinen Schutz, daß uns niemand aus Deiner Hand reiße. Behüte uns vor allen denen, die da suchen Vertilgung rechter Lehr und Aufrichtung ihrer schändlichen Abgöttereien. Laß Dein liebes Wort, das helle und unwandelbare Licht, das uns jetzt scheint, nicht unterdrückt, noch ausgelöscht werden; sondern thue Hilfe durch Deinen großen ausgereckten Arm und erhalte Deine Kirche und Gemeinde unter so vielen Anstößen, auf daß Du unter uns hier auf Erden auch habest ein Volk, das Dich erkenne, ehre und anbete. Ach laß uns nicht entgelten unsrer Sünden, der Du die Missethat vormals vergeben hast Deinem Volke und alle ihre Sünde bedeckt, der Du vormals hast allen Deinen Zorn aufgehoben und Dich gewendet von dem Grimm Deines Zorns. Tröste uns, Gott, unser Heiland, und laß ab von Deiner Ungnade über uns! Beschütze Deine Christenheit, die sich auf Dich verläßt! Thue es um Deines Namen willen, auf daß er nicht entheiligt werde! Thue es um Jesu Christi, Deines lieben Sohnes willen! Amen.




Empfohlene Zitierweise:
Diverse: Fünf Festreden der Gesellschaft für innere Mission. Joh. Phil. Raw’sche Buchhandlung, Nürnberg 1850, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:F%C3%BCnf_Festreden_der_Gesellschaft_f%C3%BCr_innere_Mission.pdf/7&oldid=- (Version vom 28.8.2016)