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Christophori Enckelein, Fr. Susannen, M. Christophori Wurschelii, Superint. zu Glaucha, Tochter zur Groß- und Annam, M.Hieronymi Hübschmanns, Past. zu Windisch-Leuba, im Altenburgischen, Tochter zur Elter Mutter.[1] Sein Herr Vater empfand über des Sohns Beförderung in dem Dreßdnischen Weichbild eine große Freude, welche iedoch nicht lang währte, indem die grimmige Pest ihn schnell wegräumte, davon ich aus dem Plauischen Kirchen-Buch soviel anführen will, als ich gefunden habe. A. 1640. den 11. Oct. war der XIX. p. Trinit. gegen Abend umb 6. Uhr ist – Herr M. F. L. der 2½. Jhar dieses Orts Pfarrer gewesen, sel. im HErrn entschlaffen, seines Alters 30. Jhar und 7. Monden. Liegt neben seinem lieben Weibe, weil sie einander balde nachgefolget, an der Hinter-Kirch-Thür begraben. Vivat in Christo. Ihm succedirte wieder ein Dresdensis,

M. Michael Lembach,

der erstlich das Con-Rectorat an der Creutz-Schule vom 2. Febr. 1633. an verwaltet hat, wie in Egenolfi Programmat. p. 517. erzehlet wird. Im Monat Dec. a. 1640. bezog er die Plauische Pfarre, erlebte a. 1649. das Glück, so GOtt durch Herrn Marchen ihm und seinen Nachfolgern in der Haußhaltung zuwarff, (vid. p. 4.) u. † allhier a. 1676. den 12. Nov. alt, und Lebenssatt im 69. Jahr seiner Wallfahrt, und 36. des Ministerii an der Kirche. Sein Sohn,

Johann Gottfried Lembach,

zu Plauen a. 1647. den 15. Febr. gebohren, war nach absolvirten studiis auf der Creutz-Schule, und der Universität Wittenberg a. 1672. ihm bey abnehmenden Kräfften substituiret worden. A.1676. bekam er das völlige Amt, erhielt aber a. 1679. die Vocation nach Lockwitz, wo er nach 10 Jahren und 5. Monaten a. 1690. den 5. Mart. in der Helffte seiner Tage den Geist aufgab, nur 2½. Wochen über

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Christian August Freyberg: Plauische Kirchengeschichte. , Dresden 1737, Seite 11. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Freyberg_Plauische_Kirchengeschichte_1737.pdf/11&oldid=- (Version vom 16.9.2021)
  1. Ich ehre den sel. Herrn M. Laurentium in seiner Grufft als den leiblichen Bruder von meiner Groß-Mutter, Frauen Magdalenen Sibyllen, Herrn M. Samuel Senffs, Past. zu Stolpen Ehe-Gattin, und werde seiner anch künfftig in einer andern Schrifft weitläuffriger gedencken.