gehabt, wofür ich dem Heiland u. meinen lieben Geschwistern nicht genug danken kan. Bey allen Umständen in meinem Lebenslauf hat es immer so in meinem Herzen geheissen: „Dennoch bleibe ich stets an Dir, denn Du hältst mich bey meiner rechten Hand.“ So weit sie selbst.
Unsre selige Schwester verbrachte ihre Sabbathszeit im Umgang mit dem Heiland, war eine treue Beterin auch für die Diener der Gemeine, u. gedachte sonderlich der reisenden Geschwister zu Land u. See. Ihre liebste Beschäftigung war, das Leiden u. Sterben des Heilands zu betrachten, worüber sie sich öfters so zu äussern pflegte: „Einmal bin ich mit dem lieben Heilande am Oelberge, dann gehe ich nach Golgatha, dann sehe ich Ihn als Leiche im Grabe; und Sein Auferstehungstag ist mir darum besonders wichtig, weil Er sich bald nach den armen Sündern umgesehen hat.“
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 204. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/208&oldid=- (Version vom 27.2.2025)