bey ihrer Familie aufhält, u. sich ein besonderes Geschäfte daraus machte, sich dieser armen Person anzunehmen.
Nun wurde
4.) ein Schreiben eines anwesenden Predigers, S. in H. durchgegangen u. beherzigt.
Der erste Punct desselben betrift den Wunsch eines treuen Lehrers, nützlich zu seyn, u. den Kummer, den er übers Gegentheil empfindet. Es wurde dabey erinnert, daß der Heiland manchmal aus weisen Ursachen einem Prediger den Segen seines Amtes nicht sichtbar werden läßt, u. ihn so in der Demuth erhält, daß er denkt, er arbeitet vergeblich; indessen zeigt sich hintennach oft, daß der Segen weit größer war, als man gedacht hatte. Im Propheten Jes. heißt es: „Ich dachte, ich arbeitete vergeblich, u. brächte meine Kraft umsonst u. unnützlich zu, wiewol meine Sache des Herrn, u. mein Amt meines Gottes ist.“ hat der Heiland selbst durch den Propheten so geredet,
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 473. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/479&oldid=- (Version vom 13.6.2025)