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Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/605

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eurer Vorgesezten, eurer Eltern, ja gar des Heilandes selbst nicht erfülltet. Nihil agendo male agimus[WS 1]. Der Müssiggang bringt aus dem Herzen unnütze Gedanken hervor; ihr fangt alsdann an zu speculiren über Dinge, die nicht für euch gehören, gerathet wol auf kindische Possen, denkt etwa über eure Kleidung, warum ihr das nicht so u. so habt; oder wol noch über schlechtere Dinge, die euch u. andern schädlich sind. Das alles würde euch gewiß nicht einfallen, wenn ihr euch nützlich beschäftigtet. Ich achte es daher für ein großes Unglück, wenn ein Knabe anfängt in dem Eifer u. Fleiß in seinem Beruf nachzulassen, u. glaube, daß man auf dem Wege in viele schlechte u. elende Dinge hineingerathen kan; u. dadurch erregt ihr uns Betrübnis statt Freude. Es kommt aber hauptsächlich nur darauf an, daß ihr auch hierinn, wie in allen andern Stücken, den Heiland zu Hülfe nehmt, daß ihr

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Wir tun nichts Falsches, indem wir nichts tun
Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 599. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/605&oldid=- (Version vom 17.7.2025)