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Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/628

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so einen Verführer, grade in den Jahren, da er die meiste Pflege u. Erziehung nöthig hätte, in die Welt hineinschicken; wie ihr euch erinnern werdet, daß es mit einem Knaben aus eurer Mitte wirklich hat geschehen müssen. So einer kan sich dadurch selbst die schrecklichsten Folgen zuziehen. Das sind schädliche, böse Menschen, die andere vergiften. Daher will ich euch bey dieser Gelegenheit nochmals bitten: laßt euch alles, was Unwahrheit u. Lügen heißt, als die allerschrecklichsten Dinge vorkommen. Es kan einer u. der andere gegen die Ordnungen handeln; er wird gefragt, wo er gewesen, was er gemacht habe: u. aus Furcht über einen kleinen Fehler schaamroth zu werden, sagt er wol gar etwas, was nicht wahr ist. Einmal erlaubt er sich Unwahrheit zu reden, u. das thut er hernach öfters; das ist der Weg zum Verderben. Wenn einer einen Fehler macht, u. nicht so handelt wie er solte, u. er nur die Treue

Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 622. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/628&oldid=- (Version vom 2.8.2025)