gereichte ihm zu einem kräftigen Troste. Auch bekam er weiterhin durch die Idea fidei fratrum, welches Buch er sehr hoch schäzte, solche überzeugende Aufschlüsse im Punct unsrer Seligkeit, daß sich seine Zweifel u. Bedenken darüber ganz verloren.
Nachdem er 11 Jahre lang der Profession in Herrnhut mit Treue, Geschicklichkeit u. Glück vorgestanden hatte, so wurde er veranlaßt, sich hier in Neusalze zu etabliren, wozu er sich jedoch nicht eher entschliessen konte, bis er von dem Willen des Heilands überzeugt war. Er kam anno 1773 hieher, u. trat mit der nunmehrigen Witwe geb. Bratzin in die Ehe. Es ist dieselbe mit 4 Kindern gesegnet worden, von denen ein Sohn u. eine Tochter noch hienieden sind. Seine Witwe schreibt: „Wir haben selig u. vergnügt mit einander gelebt, und der Heiland hat sich im inn- u. äussern recht gnädig zu uns bekannt, so daß ich gestehen muß: ich bin nicht werth
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 697. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/703&oldid=- (Version vom 14.8.2025)