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c) den dritten Preis von 2000 Mark dem Entwurf mit dem Kennwort: „1. Cor. 13, 1.“
zuzuerkennen und die Entwürfe mit den Kennworten:
d) „Vorwärts“ und
e) „Fürchte Gott, ehre den König“
zum Ankauf für je 1000 Mark vorzuschlagen.

Nach Eröffnung der betreffenden Briefumschläge ergaben sich als Verfasser:

zu a) die Herren Architekten Lossow & Viehweger zu Dresden;
zu b) die Herren Architekten A. & E. Giese zu Halle;
zu c) Herr Architekt H. Seeling in Berlin;
zu d) Herr Architekt Robert Lippold zu Dresden;
zu e) Herr Architekt Anton Käppler in Leipzig.

Das Protokoll des Preisgerichts soll nach Bestimmung des Königl. Sächs. Kriegsministeriums dem Wortlaute nach nicht veröffentlicht werden, wir können deshalb in Nachstehendem nur einen kurzen Bericht, bei dem das Protokoll als Anhalt dient, geben. Im Uebrigen verweisen wir auf die Besprechung dieses Wettbewerbs in No. 1 der Konkurrenz Nachrichten und in No. 102/103 der Deutschen Bauzeitung.

In Dresden waren 40 Entwürfe eingeliefert worden. Von diesen wurden 17 bei der ersten Durchsicht und 13 bei der zweiten Durchsicht ausgeschieden, unter den 10 verbleibenden die 5 oben erwähnten Entwürfe zur Prämiierung, resp. Ankauf, ausgewählt. Bei dem Entwurf „Sächs. Wappen“ wird hervorgehoben, dass die Eingänge gut angeordnet, der Turm thatsächlich beiden Kirchen gemeinschaftlich sei, das Programm sei gut erfüllt, auch in nebensächlichen Dingen, die Architektur der Umgebung angemessen, die Ausführung des Planes zu den angesetzten Kosten möglich. – Der Entwurf „Ehre sei Gott“ sei in der Hauptanordnung gut. Für die Ausführung dürfe aber die ausgesetzte Summe kaum genügen; ziemlich das Gleiche gilt von dem Entwurf „1. Cor. 13, 1.“. Bei den beiden Entwürfen „Vorwärts“ und „Fürchte Gott, ehre den König“ wird die einfache und klare Grundrisslösung gelobt. – Das Protokoll bespricht im Weiteren die Vorzüge und Mängel der übrigen 5 Entwürfe, die mit den preisgekrönten und angekauften Entwürfen in enger Wahl gestanden haben, sowie der 13 Entwürfe, die bei der zweiten Durchsicht ausgeschieden worden waren. Es sind dies erstens die 5 Entwürfe mit den Kennworten: „St. Georg“ (Verfasser uns unbekannt); „Dem Herrn der Heerschaaren“ (Verfasser G. Frentzen in Aachen); „A. R. unter Krone“ (Verfasser Th. Quentin in Copitz b/Pirna); „Im Sternbild des Schützen“ (Verfasser Schilling & Gräbner in Dresden); „Ist mir auch draussen Kampf beschieden, in diesem Hause find’ ich Frieden“ (Verfasser Heinrich Schubert in Dresden); und zweitens die 13 Entwürfe: „Peter Paul“ (Verfasser F. Henry in Breslau); „Schlicht“ (Verfasser uns unbekannt); „1843–1893“ (Verfasser Sommerschuh &

Empfohlene Zitierweise:
Diverse: Garnisonkirche in Dresden. E. A. Seemann, Leipzig 1894, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Garnisonkirche_in_Dresden_(1894).pdf/12&oldid=- (Version vom 24.3.2018)