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Heiligenthal (Vallis sanctorum), Schlüsselau, Himmelthron (Celitronus), Birkenfeld, Schönau, Himmelspforten (Celiporta), Seligenpforten, Himmelkron (Celicorona) und Pülcka. Diesen Erlaß schloß unser Abt den treffenden Klöstern zu mit der Weisung, bei Vermeidung der angedrohten Strafen die ihnen zugewiesenen Summen binnen 30 Tagen zu zahlen. Zugleich sollten sie ihm die Quittungen über den vorigen von ihnen eingezahlten milden Beitrag vorlegen zur Ermittelung etwaiger Rückstände.

Inwieweit diesen Weisungen unseres Abts entsprochen wurde, kann urkundlich nicht ermittelt werden. Dagegen erhellt urkundlich, daß den obigen Weisungen des Abts von Cisterz und des Generalkapitels nicht nach Wunsch entsprochen wurde. Denn unterm 15. Sept. 1497 erging von Cisterz aus ein Erlaß folgenden Inhalts: „Nur Wenige haben die ihnen zugewiesenen Subsidien gezahlt. Mehrere wollten nicht mehr als früherhin leisten, Mehrere gar nichts.“ Bamberger, unseres Abts Nachfolger, wurde von Cisterz aus angewiesen, die Rückstände zu erheben, nöthigenfalls mit Hilfe des weltlichen Armes, und die Widerspännstigen nach Vorschrift zu bestrafen. Der Abt von Cisterz konnte nach Recht und Billigkeit Subsidien beanspruchen, da er im Interesse des ganzen Ordens namhafte Summen nach Rom gezahlt, d. h. vorgeschossen hatte. Während der Regierungszeit unseres Abts erwirkte der Abt von Cisterz mehrere, den ganzen Orden interessirende päpstliche Erlasse, z. B. 6 in dem einzigen Jahre 1487.

In einem dieser sechs päpstlichen Erlasse an den Abt von Cisterz und das Generalkapitel wird verordnet: „daß wegen vielfacher Klagen der Könige und Fürsten über die zügellose Disziplin und Religion in vielen Cisterzienserklöstern jedes Kloster visitirt und daß alljährlich ein Kapitel gehalten werden soll, bei dem sich alle Äbte des ganzen Ordens einzufinden haben.“ Heilsbronn war durch dieses Mandat nicht gravirt, weil daselbst von den Äbten fortwährend strenge Zucht gehandhabt wurde. Aus mehreren der oben besprochenen Urkunden erhellt, daß die dortigen

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 1). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 204. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_1).pdf/220&oldid=- (Version vom 31.7.2018)