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der Urkunde, dann über den ersten Grundbesitz, die ersten Gebäude, den Orden, den Zweck, die Beschirmung des Klosters und über die am Schlusse des Stiftungbriefes genannten Zeugen.


2. Der Gründer des Klosters Heilsbronn, Otto der Heilige, Bischof zu Bamberg.

Otto, der Aussteller des mitgetheilten Stiftungsbriefes, von 1102 bis 1139 Bischof von Bamberg, war unter den dortigen Bischöfen vielleicht der ausgezeichnetste, der Stifter mehrerer Klöster in verschiedenen Gegenden Deutschlands, der Verbreiter des Christenthums in Pommern. Als kaiserlicher Kanzler fungirte er auch als Diplomat, wiederholt als Abgeordneter zu Kongressen, welche den Frieden zwischen Papst und Kaiser vermitteln sollten. In seiner Begräbnißkirche auf dem Michelsberge in Bamberg wird man bei jedem Schritte durch Monument, Gedächtnißbild und aufbewahrte Kleidungsstücke an ihn erinnert. Sein philanthropisches Wirken ist in älterer und neuerer Zeit oft beschrieben worden. Über seine Heimat und Herkunft sprechen sich seine Lebensbeschreiber verschieden aus. Einige behaupten, er sei ein Graf von Andechs gewesen. Andere halten ihn für einen Sohn armer bürgerlicher Eltern aus Schwaben. Wieder andere für einen Edelmannssohn aus Schwaben und nennen seinen Geburtsort Albuch, Alburg oder Albach. Augenfällig sind diese divergirenden Angaben theils bloß auf Sagen gegründet, theils den Urkunden unrichtig entnommen, theils daraus hervorgegangen, daß man zwei gleichnamige Bischöfe mit einander verwechselte. Zu einem andern, ohne Zweifel richtigern Resultate führen zwei im achten Jahresberichte des historischen Vereins von Bamberg vom Jahre 1845 veröffentlichte Mittheilungen. Diesen zufolge war ein Friedrich von Mistelbach, ein Bruder des Bischofs Otto, Zeuge bei einer Verhandlung, als unser Bischof Otto im Jahre 1124 einem Grafen Berthold die Beschützung einiger Güter des Klosters Michelsberg übertrug. Im darauffolgenden Jahre 1125 wurde der Graf Rapoto von Abenberg von dem Bischof beauftragt, Güter desselben Klosters im Aischgrunde zu

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Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 1). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 8. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_1).pdf/24&oldid=- (Version vom 1.8.2018)