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pater et dominus Sebaldus Bamberger, sacrae theologiae professor eximius, abbas 25 fontis salutis, cujus anima requiescat in pace. Die Metalltafel ist wohl längst eingeschmolzen, der Grabstein aber vielleicht noch unter dem Schutt vorhanden.

Schon 1507 hatte Bamberger angeordnet, daß am 5. Tage nach dem ersten Adventsonntage aller in Heilsbronn verstorbenen Ordensbrüder (regularium personarum) gedacht werden sollte. An demselben Tage fand auch alljährlich die Gedächtnißfeier unseres Abts statt: es wurden Kerzen an seinem Grabe und im Presbyterium angezündet, der Abt las die Messe. Jeder an diesem Tag fungirende Mönch erhielt ein gewürztes Backwerk (offa cum speciebus condita), Fisch, Weißbrot, Wein, Honig und einen Lebkuchen.

Nicht lang nach dem Tode unseres Abts starb Maximilian, unter den Kaisern seit Rudolf von Habsburg der einzige, welcher nicht nach Heilsbronn kam. Dagegen kam der Abt zu ihm, vermuthlich nach Nürnberg, und bat um Bestätigung der Klosterprivilegien. Das weitläuftige Bestätigungsdiplom wurde aber nicht in Nürnberg, sondern in Augsburg am 2. April 1500 ausgefertigt. Es ist speziell an den Abt gerichtet. Der Kaiser erklärt darin: „Der Abt Sebald habe ihm den Schutzbrief seines Vaters, des Kaisers Friedrich III. von 1474 und den des Kaisers Ruprecht von 1401 vorgelegt, beide lautend wie folgt etc.“ Wörtliche Einschaltung der beiden Diplome und schließlich die erbetene Bestätigung. Dafür zahlte der Abt 90 fl. aus seiner Privatkasse.


Der 26. Abt Johann Wenk[1] (1518–29)

regierte 11 Jahre lang, vom 14. Juli 1518 bis 6. Sept. 1529, an welchem Tage er resignirte. Seine Erwählung[2] erfolgte schon am fünften Tage nach dem Tode seines Amtsvorgängers.


  1. Vgl. Stillfried S. 45.
  2. Über seine Elektion und Benediktion wird im IV. Abschn. ausführlich berichtet werden.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 1). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 238. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_1).pdf/254&oldid=- (Version vom 1.8.2018)