Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 1).pdf/30

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

steht unter der Figur des Grafen Konrad die Jahrzahl 1624. Vermuthlich wurde in diesem Jahre das Gemälde restaurirt, aber durch eine ungeschickte Hand, welche die ursprünglich vergoldeten Adler auf dem Hintergrunde der Nische, in welcher die Gräfin Sophia steht, nicht wieder vergoldete, und in den andern Nischen Lilien an die Stelle der ursprünglichen Rosen setzte und ursprünglich Vergoldetes nicht wieder vergoldete, z. B. den Bischofsstab und die Einfassung des Bischofsmantels.


3. Der erste Grundbesitz des Klosters.

Daß der Bischof Otto reich war, bezeugt er selbst im obigen Klosterstiftungsbriefe. Um mit dem ihm Verliehenen zum Preis des Herrn Gutes zu schaffen, kaufte er ein Gut bei Halesprunnen und schenkte es seiner Metropolitankirche in Bamberg. Der Vermittler des Kaufes war ein Adelbero von Dachstetten. Die Verkäufer des Gutes waren die 5 Grafengeschwister Adelbert und Konrad sammt ihren nicht näher bezeichneten 3 Schwestern. Welcher Familie die 5 Geschwister angehörten, sagt der Stiftungsbrief nicht. Daß sie aber der Familie Abenberg angehört haben müssen, ergibt sich aus der Darlegung in den Beitr. S. 11 ff. Der Stiftungsbrief nennt nur die Taufnamen der beiden Brüder, aber nicht die der 3 Schwestern. Diese Unterlassung hat zuverlässig nicht in Unachtsamkeit, sondern darin ihren Grund, daß die 5 Geschwister mit dem Bischof nahe verwandt und beim Akt der Ausstellung des Klosterstiftungsbriefes in Bamberg mitanwesend waren; ihr Geschlechts- und Taufname war daher allen übrigen Mitanwesenden, insonderheit den vielen am Briefschlusse aufgeführten Zeugen selbstverständlich und bedurfte keiner besondern Erwähnung. Der Kaufpreis ist nicht angegeben; auch ist nicht gesagt, ob die 5 Geschwister ledig, verwittwet, jung oder bejahrt waren. Jedenfalls waren sie unbeschränkte Eigenthümer des Gutes und konnten sonach über dasselbe frei verfügen. Das Verkaufsjahr ist nicht angegeben; der Verkauf kann schon lange vor der Klosterstiftung stattgefunden haben. Nach Verlauf einiger Zeit, deren Dauer sich nicht bestimmen läßt, beschloß der Bischof,

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 1). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 14. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_1).pdf/30&oldid=- (Version vom 1.8.2018)