Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 1).pdf/578

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Magister in Nürnberg; Meichsner, Magister in Münchzell; Kapp, Kustos; Wenk, Bursarius; Hegwein, Granarius; Heubner, Infirmarius; Gerung, Kaplan in Seligenpforten; Fischer, Magister in Nördlingen; Castner, Servitor; Wirsing, Kantor (nachmals Abt, Verfasser des Direktoriums); Sprentz, Vinitor; Greulich, Subprior; Helchner, Vorstand der Laienbrüder; Ostermeier, Baccalaureus; Widmann, Circuitor, und Puckel, Portarius. Der Visitator ließ diese 25 auf die Matta treten und fragte dann viermal die übrigen Mönche: ob sie gegen die Gewählten etwas einzuwenden hätten? Als keine Einwendung erfolgte, forderte er die 25 auf zur Vorbereitung auf das hl. Abendmahl. Kurze Pause wegen der Beichte, worauf die 25 vom Visitator das Sakrament empfingen, nach der Messe das Veni creator sangen, dem Visitator in die St. Michaelskapelle (Heideckerkapelle) folgten, einen Eid schworen und abstimmten. Wenk, der Gewählte, sprach: Consentio. Alle Glocken läuteten. Rückkehr in die Kirche, wo der Gewählte nach dem Te deum seinen Sitz neben dem Altar erhielt. Prozession ins Kapitol, wo der Gewählte schwor: Ego juro, quod possessiones et jura monasterii non vendam, neque alienibo, nec impignorabo, neque de novo infeodabo, nec per aliquem modum donabo, nisi per modum per decretum apostolicum institutum. Sic me deus adjuvet et sancti ejus. Der Visitator schärfte dem Abt seine zweifachen Pflichten sein: seine geistlichen (curas spirituales), indem er ihm das librum regulae mit den Worten darreichte: Ecce regulam vestram; seine zeitlichen (temporales), indem er ihm die Abtsschlüssel einhändigte. Jeder Konventual kniete nieder vor dem Abt und gelobte ihm in die Hand: Promitto tibi obedientiam de bono usque ad mortem secundum regulam S. Benedicti. Dasselbe gelobten die Laienbrüder, aber in deutscher Sprache. Der Abt gab Jedem den Friedenskuß mit den Worten: Deus perducat te in vitam aeternam. Alle geleiteten den Abt in seine Wohnung und schieden von ihm unter Segenswünschen. Die Glocke rief ins Refektorium. Fuit hac die lauta in abbacia

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 1). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 562. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_1).pdf/578&oldid=- (Version vom 31.7.2018)