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im Vogtland, von Paul Eber, Melanchthon’s Freund, empfohlen, war Kantor bis 1574, wurde kränklich, dienstunfähig, bat in einem lateinischen Gesuche zu einer Badekur um eine Beisteuer qua pecunia thermas invisere possim, und erhielt 4 fl. aus der Klosterkasse. Auf vielseitiges Wissen deutet eine Notiz, in welcher er als insignis musicus, componista, organista, poeta et studiosus medicinae theophrasticae bezeichnet wird. 6) Ch. Egenolf, dedizirte dem Markgrafen ein Buch, erhielt dafür 4 fl. aus der Klosterkasse, sagte schon nach kaum drei Jahren den Dienst auf und zog nach Zweibrücken. 7) Pangrat. Geiger wurde von den Räthen nach Heilsbronn abgeordnet, da der Abt Wunder keinen ledigen jungen Mann für das Kantorat auftreiben konnte. In der Korrespondenz über die Besetzung der Stelle bemerkten die Räthe: „daß fast alle Zucht und Disziplin an diesem Ort so gar falle und zu Grunde gehe und daß Schulmeister und Cantores zum Theil seicht gelehrt, gute Gesellen und Zechbrüder gewest.“ Geiger wurde 1580 Pfarrer in Walmersbach. 8) Andr. Wetzel, ein heilsbronnischer Stipendiat in Jena, wurde von dort heimberufen, um das Kantorat zu übernehmen: der letzte Kantor an der Schopper’schen Schule, welche 1582 zur Fürstenschule erweitert wurde. Wetzel war nur zwei Jahre lang in Heilsbronn und kam von da nach Sammenheim. Wir haben den Richter Hartung und seinen Schwiegersohn, den Schulmeister Othmair, ferner einige heilsbronner Kantoren als gute Musiker kennen gelernt. Einige Lehrer an der Fürstenschule waren Freunde der Alchymie. Unter den ersten Zöglingen der Fürstenschule (s. Abschn. IX) waren der Mathematiker und Astronom Sim. Marius aus Gunzenhausen und der Poeta laureatus Taubmann aus Wonsees. Den 10. Klosterprediger Ley werden wir gleichfalls als Poeta laureatus kennen lernen. Diese Konstellation veranlaßte die oft wiederholte Aeußerung: Omnis Heilsbronnensis aut Musicus, aut Poeta, aut Magus.


e. Die 11 ersten lutherischen Geistlichen.

Es ist oben beim 27. Abt Schopper berichtet worden, daß

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 108. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/110&oldid=- (Version vom 1.8.2018)