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von Eib, von dem man hat einen großen Stein geschnitten.“ Laut Mittheilung oben beim 25. Abt Bamberger verkaufte er 1503 an das Kloster eine Gült in Rückersdorf für 160 fl., schenkte aber dem Kloster 100 fl. vom Kaufschilling zur Stiftung eines Jahrtages. In der Stiftungsurkunde hieß es: „Ich bekenne, daß ich meinen Hof zu Rückersdorf an der Rezat, den Hans Prinster baut, der jährlich Gült gibt 1 Sra. Korn, 3 Sra. Haber, 8 Pfund etc., thut in Summa 160 fl., solche ich zu kaufen gegeben habe dem Herrn Sebald Abt, also daß ich ihm gegeben habe 100 fl., mir, meinen Eltern und Geschwistern für einen Jahrtag. Die andern 60 fl. hat mir sein Gnaden baar herausgezahlt. Und ich gebe sein Gnaden den Hof und hänge mein Siegel an diesen Brief.“ Der Stifter starb in Folge der Operation. Der von ihm genommene Stein wurde angeblich in der Kirche zu Sommersdorf aufbewahrt. Der Name Martin von Eib kommt im Vigilienbuche dreimal vor: am 26. April, 5. Mai und 9. August. 14) „1521 am 21. Tag des Monats Mai ist verschieden der gestreng und ehrenvest Herr Ludwig von Eib[1] zu Eibburg und Hartenstein. Diese Worte stehen im Marmelstein gegraben an der Wand gegen den Kirchhof hinaus.“ Darüber hing ein Täfelein, worauf stand: „1521 am Dinstag nach Pfingsten starb Herr Ludwig von Eib, Ritter zum Hartenstein, der des hochwürdigen Fürsten und Herrn Wilhelm, Bischof zu Aistatt Hofmeister acht Jahr gewesen und darnach des durchlauchtigen Fürsten und Herrn Otten, Pfalzgrafen bei Rhein, Herzogs in Bayern Hofmeister, und darnach des durchlauchtigen Fürsten Herrn Philippen, Pfalzgrafen, Herzogs in Bayern, Churfürst, Vietzthum zu Bayern zwölf Jahr, und nachfolgend des durchlauchtigen Fürsten Herrn Friedrichs, Markgrafs zu Brandenburg Hauptmann auf dem Gebirg elf Jahr, und darnach wieder des durchlauchtigen Fürsten Herrn Friedrichs, Pfalzgrafen bei Rhein und Herzogs in Bayern Hofmeister drei Jahr. Deß Seel Gott der Allmächtige und aller Gläubigen Seelen gnädig und barmherzig


  1. Vgl. Stillfried S. 221.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 190. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/192&oldid=- (Version vom 1.8.2018)