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proprietatis etc. Datum in Dornberg 1295.“ Angehängt ist des Grafen Siegel. Zwei Söhne des Grafen hatten zu Frauen zwei Töchter Wolframs von Dornberg, welcher 1289 gestorben war, ohne Söhne zu hinterlassen, weßhalb seine Güter seinen Töchtern und ihren Ehemännern zufielen. Mitexekutor des Dornbergischen Testaments war der Käufer des Hofes in Glaizendorf, der 13. Abt Heinrich von Hirschlach (siehe dort und Beitr. S. 217).

Der Verkäufer des zweiten Hofes in Glaizendorf, Ritter Ramungus von Vestenberg[1], gleichfalls ein öttingischer Lehensmann, erhielt den lehensherrlichen Consens laut folgender Urkunde: „In nomine etc. Nos Ludovicus comes de Otingen. Cum Ramungus de Vestenberg bona sua in Glizendorf rite vendiderit religiosis in Halsprunne pro 62 libris hallensium et 46 denariis, supplicans, ut ipsa bona eisdem religiosis appropriare dignaremur, bona praefata religiosis supradictis appropriavimus etc. In cujus rei testimonium praesens scriptum saepedictis religiosis ad petitionem Ramungi dedimus. 1335.“ In diesem Briefe erklärt Ramungus, daß auch seine Frau, Sophia, in den Verkauf willige und daß er den Conrad von Vestenberg und seinen Bruder Craft von Vestenberg zu Bürgen stelle, welche sich verpflichteten, auf Erfordern in Windsbach zu laisten. Der Verkäufer des dritten Hofes in Glaizendorf, Ritter Craft von Vestenberg, verkaufte mit Zustimmung seiner Frau Agnese i. J. 1340 die Gefälle an den 16. Abt Gamsfelder für 73 Pfund Heller. Seine Bürgen: Herman von Bruckberg und Ramungus von Vestenberg, erklärten sich bereit, in Nürnberg zu laisten. Zeugen: Prior Friedrich von Hirschlach (nachmals Abt), Kellner Gottfried Büchelberger (später gleichfalls Abt) und Bruder Eckhard. Das verkaufte Objekt war öttingisches Lehen, daher urkundete der Oberlehensherr: „Wir Ludwig von Gottes Gnaden Graf zu Oettingen, der elter, genehmigen den Verkauf eines Hofes des Craft von Vestenberg


  1. Vgl. Stillfried S. 206.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 200. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/202&oldid=- (Version vom 1.8.2018)