Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/265

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i. J. 1299 für 306 Pfund Heller (pro suorum extenuatione debitorum) ihre vogteilichen Bezüge (vicedominatum seu jus advocaticum) von 12 Gütern, deren Besitzer in den Verkaufsverhandlungen sämmtlich genannt sind, z. B. Osterbronner, Merklin, Schüttlock, Hofmann etc. Jeder dieser Bauern hatte jährlich 40 bis 80 Pfennige, 1 bis 3 Malter Korn etc. zu geben, zusammen 6 Pfund Heller und 14 Heller, 18 Malter Korn etc. Der Kaufbrief ist datirt: In castro nostro Hohenburg 1299. Dann folgen die Zeugen, darunter zwei Mönche von Heilsbronn, der öttingische Notar und drei Milites. Angehängt sind die Siegel der Grafen Ludwig und Friedrich und der Frau des Letztern, Elisabeth von Dornberg. Anna von Dornberg, die Frau des Ersteren, scheint nicht mehr gelebt zu haben, da ihr Siegel fehlt. Der Oberlehensherr Bischof Mangold genehmigte d. d. Würzburg 1300 den Verkauf. Er trat, wie in der obenbesprochenen Urkunde von 1294, seine Rechte und Renten an das Kloster ab gegen Entschädigung durch andere Güter, welche die Grafen ihm lehenbar machten, und bezeugte, wie oben, seine Freude über die Erlösung des Klosters von seinen Advokaten, eingedenk extorsionum, vexationum, angariarum, exactionum aliarumque oppressionum, quas advocati in bonis advocaciaticis, maxime contra monasteria facere consueverunt. „Wird – schrieb der Bischof – die Bosheit abgeschnitten, so können die Klosterbrüder ruhiger den Gott des Friedens verehren.“

Auch die Herren von Solzburg waren Dorfherren in Petersaurach. Daß die Schwestern Adelheid und Petrissa von Solzburg i. J. 1268 ihr Schloß Bürglein nebst Gütern in Petersaurach an das Kloster verkauft haben, ist oben bei Bürglein berichtet worden. Nach diesem Verkaufe scheint die Familie Sulzburg nichts mehr dort besessen zu haben.

Um 1294 waren auch Eberhard und Gottfried von Schlüsselberg (Schluzzelburch) Mitdorfherren in Petersaurach. Sie hatten gemeinschaftlich mit Gottfried von Heideck Gefälle vom Hofe des Bauern Sumersach zu beziehen. Gottfried von Heideck verkaufte aber nothgedrungen (pro necessitate) seinen Antheil

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Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 263. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/265&oldid=- (Version vom 1.8.2018)