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Albrecht der Schöne „zum Selgeret gegeben und geschickt haben.“ Über den jährlichen Gültertrag vom Hofe und über die vom Burggrafen Friedrich V. und vom 19. Abt Arnold gemachten Anordnungen bezüglich der dafür alljährlich abzuhaltenden Seelenmesse ist oben Bd. I beim 19. Abt Arnold Nachricht gegeben worden. Gilg, der Besitzer des Hofes um 1549, bat seinen Lehensherrn, den 30. Abt Wirsing, um Schutz gegen die markgräflichen Schäfer, welche von Lengenfeld aus Wasserzell und die umliegenden Orte belästigten. Auch gab es Streitigkeiten zu schlichten, welche Gilg mit einem Grenznachbar in Schmallnbach hatte.


69. Wattenbach,

Weiler bei Immeldorf. Gottfried von Heideck[1] und seine Frau Kunigunde, geborne von Dornberg, besaßen einen großen Theil des Ortes, verkauften aber ihre meisten dortigen Güter i. J. 1314 an Herrn Ulrich den Haller zu Nürnberg, zuerst „die Vogtei über den genannten Hallers Hof,“ und setzten zu Bürgen Herrn Cunrad den Probst, den Ritter Cunrad den Stameler, Cunrad den Feldener und Cunrad den Lotter, die versprachen, wenn nöthig, in Nürnberg zu laisten. In einem andern, an demselben Tage ausgefertigten Briefe hieß es: „Wir Gottfried von Haidegge und Frau Kunigund thun kund, daß wir gegeben haben dem Herrn Ulrich dem Haller 3 Güter und 3 Vogteien über die 3 Güter zu Waitenbach (Wattenbach) mit den Rechten darauf, das sind 14 Pfund 2 Schilling Haller Gelds, und kommt je das Pfund Gelds um 12 Pfund Haller. Darum haben sie uns gegeben 169 Pfund und 4 Schillinge Haller.“ Einbedungen war Gestattung des Rückkaufs binnen 4 Jahren gegen Erlegung der 169 Pfund. Ein Rückkauf erfolgte nicht. Die beiden Heideck’schen Söhne Konrad und Friedrich, welche noch zwei Höfe im Orte besaßen, stritten fortwährend mit der Familie Haller über die Jurisdiktion, bis endlich (1352) die Streitenden durch Schiedsmänner bewogen wurden, zu erklären:


  1. Vgl. Stillfried S. 195.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 292. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/294&oldid=3315738 (Version vom 31.7.2018)