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besprochenen Bulle von 1147 Velsenberc, in einer Urkunde von 1218 Vellkebrech, in der oben I, 71 d besprochenen Urkunde von 1260 Veldebrecht. Laut dieser Urkunde überließ der Burggraf Konrad II. als Schadenersatz alle seine Güter innerhalb und außerhalb des Dorfes Veldebrecht dem Kloster. Daß sein Sohn, Burggraf Friedrich III. das Kloster gleichfalls schädigte, aber auch durch Überlassung seines Hofes im benachbarten Oberndorf entschädigte, ist soeben berichtet worden. Burggraf Friedrich IV. urkundete d. d. Kadolzburg, Montag vor Veit 1312: „Wir verihen, daß wir Ulrichen von Veltgebreche und seiner Hausfrau haben versetzt unser Gütlein zu Niedern-Veltgebreche um 10 Pfund.“ Die Burggrafen Johann II. und Albrecht der Schöne verkauften an das Kloster Güter in Ober- und Unterfeldbrecht i. J. 1342. Der 19. Abt Arnold kaufte 1373 von Konrad und Jakob von Veltprech all ihre Güter in Oberveltprech für 450 Pfund. Derselbe Abt kaufte 1387 gemeinschaftlich mit dem Erzbischof von Anavarsa von einem Hans von Veltbrecht und dessen Frau ein Gut daselbst. Über diesen Erzbischof und seine Schenkungen wurde oben Bd. I ausführlich berichtet. Der Inskribent seines Jahrtages schrieb im Todtenkalender beim 14. August den Namen des Ortes „Veltpach.“ Auch von der Familie Leonrod kamen Güter in Feldbrecht an das Kloster. Einer aus diesem Geschlechte wurde in Heilsbronn begraben. Die Schrift auf seinem Todtenschild[1] (jetzt bei Nr. 128) lautet: „A. D. 1481 am St. Barbaratag verschied der ehrbar und vest Wilhelm von Leonrod der Elter etc.“ Ein Wilhelm von Leonrod (vielleicht der Sohn) urkundete i. J. 1494: „Ich Wilhelm Leonrod zu Leonrod bekenne, daß ich verkauft habe an die tugendsame Wittwe Barbara Kreußin, Köchin des Herrn Hansen Korner, Probsts in Neuenhof,


  1. Das einzige Leonrod’sche Grabdenkmal in der Klosterkirche. Im Todtenkalender heißt es beim 8. Juni und 17. September: „Annivers. Rudolfi de Lewenrod. Servitur de Elisabeth de Leonrod de bonis in Kauendorf.“ Ob die beiden hier genannten Personen auch in Heilsbronn begraben liegen, kann nicht ermittelt werden. Vgl. Stillfried S. 202. 220.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 321. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/323&oldid=- (Version vom 1.8.2018)