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oder abgebrannten Höfen rückständigen Gefälle, worin es bei diesem Orte heißt: „Kreben oder Sperberslohe. Vom Hof der Wittib des Mich. Löslein restiren 6 Sra. Korn, 5 Sra. Haber, 25 fl. in Geld aus den drei Jahren 1636/38. Vom Hof der Wittib des M. Ströhlein 3 Sra. Korn etc.“ Das Kloster erwarb in Kreben acht Höfe, von welchen sieben von 1636 an während des ganzen Krieges als abgebrannt oder öde bezeichnet werden.


40. Kurzenaurach,

Kotzenaurach, Weiler bei Wilhermsdorf. Über diesen Ort berichtete der Vogt Koberger zu Neuhof i. J. 1613, sonach vor dem Ausbruch des 30jährigen Krieges: „In der Kotzenaurach sind vor diesem neun Güter gewesen, aber nunmehr alle öde und eingegangen, daß also kein einziges Haus mehr dasteht. Dieselbigen Güter haben 30 Morgen Gemeindewald, Buchen und Fichten.“


41. Lentersdorf,

Weiler bei Dietenhofen. Schon zur Zeit des 9. Abts Edelwinus (I, 65) war das Kloster begütert in „Lentrichisdorf.“ Er erwarb daselbst vier Anwesen, von welchen drei während des 30jährigen Krieges ausstarben und verödeten. Eines dieser Anwesen hatte Herr Marquard Wanbauch, Miles, dem Kloster geschenkt.


42. Linden,

jetzt Pfarrdorf, vormals Filial von Markterlbach. Das Kloster erhielt 1278 vom Bischof Berthold zu Würzburg das Patronat der Mutterkirche Markterlbach und somit auch der Filialkapelle in Linden. Vom Bischof Herman hatte es schon 1226 einen Zehnten in Linden erhalten. Ein Marquardus dictus Minner de villa Linden wurde 1286 vom Burggrafen Konrad junior mit dem Drittel einer Wiese belehnt, die zwischen Fröschendorf und Trautskirchen lag und Großmarterin oder Gransmarterin genannt wurde. Der burggräfliche Lehensbrief wurde vermuthlich in dem benachbarten heilsbronnischen Kastrum Neuhof ausgefertigt, da in demselben der dort stationirte heilsbronnische Probst, Conradus

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 335. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/337&oldid=- (Version vom 1.8.2018)