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Elf Jahre darauf starb die verwittwete Advocatissa. Da die Grafen von Truhendingen oft gegen das Kloster Streit erhoben, so erholte der Abt zur Sicherung des Besitzes ein weiteres Dokument von dem Grafen. Dieser urkundete: „Nos Fridericus D. g. Comes de Truhendingen declaramus, quod Sophia, quondam advocatissa, omnes possessiones suas in Spilberg et Bernheim religiosis in Halsprunne contulit in remedium animae suae. Hanc donationem nos confirmamus, renunciantes omni juri in possessionibus supradictis. Actum in Gunzenhusen.“ Die vier heilsbronnischen Anwesen zu Spielberg verödeten und verfielen im 30jährigen Kriege.


61. Steinbach,

Weiler bei Trautskirchen. In einem Briefe des 4. Abts Arnold v. J. 1210 heißt es: „Konrad, genannt Nägelein, überläßt seine Güter in Steinbach und eine Wiese in Wilmersdorf dem Kloster 12 Jahre lang zur Nutznießung gegen Zahlung von 50 Talenten jährlich. Nach Ablauf der 12 Jahre fallen jene Güter (pleno jure) dem Kloster zu gegen Zahlung von 3 Talenten an Konrads Frau und Kinder.“ 1284 hatte das Kloster dort mit drei Brüdern Konrad, Hildebrand und Heinrich Ruf aus Windsheim einen Streit, welcher durch einen Vergleich geschlichtet wurde. Von den dortigen 5 heilsbronnischen Anwesen blieben 4 während des 30jährigen Krieges bewohnt.


62. Stöckach,

Weiler bei Trautskirchen. 1353 verkaufte Hans von Willmarßdorf die Stöckachmühl bei Trautskirchen an den ehrbaren Mann Ernst von Hennebach mit dem Beding, daß nach des gedachten Ernsten und seiner Kinder und Erben Tod die Mühle dem Kloster Heilsbronn zufallen soll. Das Kloster erwarb dort 3 Anwesen, von welchen zwei, darunter die Mühle, während des 30jährigen Krieges bewohnt blieben.


63. Stockheim,

Weiler bei Unternbibert. Ein Würzburger Pfarrer, Magister Joh.

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 364. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/366&oldid=- (Version vom 1.8.2018)