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28 Pfund Gefälle von Friz Schem. An dem Kaufbriefe ist das Siegel der Stadt Ornbau und des Hans Schenk von Lütershusen. Es waren dort mehrerlei Dorfherrschaften, z. B. Anastasia Freitagin und ihr Hauswirth Hans Neufer, Bürger zu Hall. Von diesen Eheleuten kaufte 1479 der 23. Abt Wegel nebst andern Gütern in der Umgegend auch ein Gut in Mörlach. Ein Konrad Freitag besaß schon 1461 daselbst Gefälle, vertauschte sie aber an die Familie von Krailsheim. Späterhin finden wir dort eichstättische, deutschordenische, seckendorfische und heilsbronnische Unterthanen, welche viel zu leiden hatten von den Schafherden der zu Wiesethbruck wohnenden Wittwe von Haldermannstetten und ihres Sohnes Christoph. Die Beschädigten suchten Schutz bei dem 30. Abt Wirsing und den übrigen Dorfherren.


35. Mosbach,

Weiler bei Spalt. Das Kloster erwarb dort 1412 durch Kauf ein Gütlein, 1437 einen Hof und Weiher von einem Dinkelsbühler Bürger Chph. Frank, sonst keine weiteren Besitzungen.


36. Nehdorf,

Weiler bei Weidenbach. Über die dortigen Acquisitionen durch Schenkung von Wolfram von Dornberg, durch Kauf von Agnes von Stetten ist oben bei den Äbten Heinrich und Suppanus berichtet worden. 1501 verkaufte Hans Spett an den Abt Bamberger eine Herrengült. Neun Unterthanen wurden heilsbronnisch. Im 30jährigen Kriege brannte das ganze Dorf ab. Alles verödete. Von den neun heilsbronnischen Bauern starben während der beiden Jahre 1632/34 sieben; der achte zog nach Claffheim, der neunte in’s hallische Land und blieben dem Klosteramt 76 Sra. Korn, 71 Sra. Haber und 74 Gulden schuldig.


37. Neuses,

Weiler bei Merkendorf. 1282 war das Kloster dort bereits begütert, aber schon unter dem 13. Abt Heinrich von Hirschlach (s. dort) über den Besitz in Prozesse mit den Grafen von Truhendingen

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 470. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/472&oldid=3315936 (Version vom 31.7.2018)