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„Ornbau wird Entschädigung von Weidenbach fordern, wie ehedem Eschenbach von Merkendorf bei dessen Lostrennung gethan hat. Wir bekommen doppelte Kosten, da wir die Ausgabe für die Beerdigungen an Ort und Stelle zu bestreiten und obendrein den Pfarrer und Meßner in Ornbau zu entschädigen haben werden. Auch werden die Ornbauer für unsere Heufuhren etc. den Zoll verlangen, während wir als Eingepfarrte bisher zollfrei waren. Doch wollen wir den Vorschlag annehmen, wenn das Gumbertusstift, welches in Weidenbach die meisten Unterthanen und das Patronat hat, die Pfarrstelle aufbessert und selbstständig macht.“ Die Majorität der Einwohner war für das Projekt; allein die heilsbronnischen Einwohner verweigerten jeglichen Beitrag für den Kirchhof. In Folge dessen wendete sich die Majorität an den Markgrafen, welcher den Abt Schörner beauftragte, seine dortigen Unterthanen zur Zahlung anzuhalten. Im 30jährigen Kriege starben in den 7 Jahren 1632/38 von den 7 heilsbronnischen Gutsbesitzern 5, der 6. zog in den Krieg. Zwei Höfe und zwei Scheunen brannten ab, zwei verödeten.


55. Weiherschneidbach,

Weiler bei Weidenbach. Der 14. Abt Konrad von Brundelsheim (s. dort) kaufte daselbst 1319 mit lehensherrlichem Konsens des Bischofs Philipp von Eichstätt Güter von Wolfram von Gießendorf, der 16. Abt Gamsfelder 1331 ein Gut von Heinrich von Muhr und 1343 die Mühle von der Wittwe des Herrn Meinward des Fricken von Oettingen; der 18. Abt Büchelberger 1356 zwei Güter von Crafft von Lentersheim. Letzterer hatte, wie oben bei Dürrnhof berichtet wurde, 1347 einen Prozeß gegen das Kloster verloren, demselben die zwei bezeichneten Güter überlassen, dafür aber ein Gut in Büchelberg, dem Heimathsorte des Abts, eingetauscht. Darüber urkundete er: „Ich Crafft zu Lentersheim, vergihe, daß ich verkauft habe zwei Güter zu Weiherschneidbach, deren eines C. Stolle bauet und giltet alle Jahr 68 Pfennige, 11 Viertel Roggen etc.; das andere, das C. Bohellin bauet etc. Diese Güter habe ich vor etlichen Jahren

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 480. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/482&oldid=- (Version vom 1.8.2018)