Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/485

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Wittwe Wolframs von Dornberg, schenkte um 1289 dem Kloster Güter in Zant, laut Eintrag im Todtenkalender beim 14. Oktober. 1374 schenkte Hans von Seckendorf „um seiner Seelen willen 15 Mtz. Korn auf seinem Hof zu Zandt dem Kloster.“[1] (Vgl. oben bei Hauslach.) Kunigunda von Gredingen, vormals Nonne in Nürnberg, schenkte dem Kloster 30 Talente zum Ankauf von Gefällen in Zandt. Das Kloster erwarb daselbst drei Anwesen, welche im 30jährigen Kriege verödeten: „Strölein ist 1634, Däschner 1637 gestorben. Wörlein weggezogen.“


63. Der Mönchswald,

ein sehr werthvolles, jetzt zum Revier Lindenbühl gehöriges Besitzthum des Klosters in der Probstei Altmühl, gleichfalls nur allmählig erworben. Den Anfang machte der 4. Abt Arnold (s. dort), welcher 1190 die oben bei Heglau bezeichnete Waldparzelle (loca inculta) zwischen Heglau und dem Nesselbach durch Tausch acquirirte. Die Parzelle war halb bambergisches, halb eichstättisches Lehen. Der Abt erholte von beiden Seiten Konsensbriefe, nämlich vom Bischof in Bamberg, von dessen Domkapitel, vom Bischof Otto in Eichstätt und drei Jahre darauf vom Bischof Hertovicus daselbst. Diese vier lateinischen Briefe wurden sorgfältig im Klosterarchiv aufbewahrt, dazu beglaubigte deutsche Abschriften zum Gebrauch bei den vielen Anfechtungen, welche das Kloster Jahrhunderte lang wegen jener Waldungen abzuwehren hatte. 1347 gerieth es (s. b. 17. Abt Friedrich von Hirschlach) in Streit mit Kraft von Lentersheim in Muhr wegen eines Weihers, der in den Nesselbach abfloß. Konrad von Lentersheim dagegen vermachte 1387 dem Kloster sein Gut, das Grafenlehen, ingleichen eine Waldparzelle, Mönchswald genannt, „daß die Mönche für ihn und seinen treuen Knecht Hansen Meß lesen sollen.“ 1419, vor und nach, verrechnet der


  1. Eintrag im Todtenkalender beim 20. Dezember: Anniv. domini Johannis militis de Seckendorff et Margarethae Rudin uxoris suae: pis. 2 t. de bonis in Zant.
Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 483. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/485&oldid=3315950 (Version vom 31.7.2018)