Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/491

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an ihre Stelle gesetzt wurde. Die nunmehrige Seitenplatte zeigt dasselbe Wappen, wie der jetzt obenaufliegende Leichenstein; doch fehlt der kleine Vogel zwischen den Büffelhörnern. Die Umschrift, soweit sie lesbar ist, lautet: Anno Dom. 1318 Idus Jan. obiit .... miles .... Branner de Reichenawe. Das Grab war bis oben mit Sand ausgefüllt. Nach Wegräumung des Sandes bis in die Tiefe von 31/2 Fuß fand sich ein männliches Skelett mit gekreuzten Händen, in grobe, theilweis noch unverweste Leinwand gewickelt, mit Kalk bedeckt. Man nahm das Skelett nicht heraus, grub auch nicht weiter in die Tiefe, so daß nicht ermittelt wurde, ob in diesem Grabe tiefer als 31/2 Fuß noch andere Reichenauische Leichen begraben worden sind. Seitwärts von dieser Grabstätte an der Mauer fand sich nach Wegnahme der Tünche ein gemalter Rundschild mit dem Reichenauischen Wappen. An dieser Stelle hing eine nicht mehr vorhandene, aber um 1600 sorgfältig kopirte Gedenktafel, deren obere Hälfte das Reichenauische Wappen mit dem roth-weiß gestreiften Schilde, die untere Hälfte aber folgende Inschrift zeigte: Dei gratia Wilhelmus Episcopus Eistetensis familiae Reichenau hoc opus super sepulturam progenitorum suorum pro salute animarum eorundem fieri fecit anno dom. 1483. Der Stifter dieser Tafel war aus der Familie von Reichenau und vieljähriger Bischof in Eichstätt. Erkinger von Reichenau verkaufte 1320 eine Wiese bei Waizendorf, ein Holz und das Fischwasser, dann die Rohrmühle an das Kloster für 176 Pfund Heller, 1331 und 35 die Mühle in Waizendorf und Wiesen, ferner fünf Güter daselbst, ein Gut in Gastenfelden und zwei in Rohrbach. Die Gefälle von einem Gute in Waizendorf verkauften Konrad Steinheim nebst Frau 1332 an das Kloster. 1336 schenkte Konrad Ozenberger dem Kloster Gefälle in Waizendorf und Kemmathen. 1346 kaufte das Kloster unter dem 17. Abt Friedrich von Hirschlach die Auwiese bei Waizendorf, 2 Tgw. groß, 1352 und 1430 gegen jährliche Reichnisse an Berthold Dombacher, dann an den Lederhainz, Bürger zu Dinkelsbühl und dessen Schwester verehelichte Auer, verliehen. Je mehr das Kloster

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 489. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/491&oldid=- (Version vom 1.8.2018)