Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/541

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

im vierzehnten Jahrhundert, von der Stadt scheel angesehen wurde.


2. Altheim,

Niederaltheim, „Minusaltheim, Minernaltheim, Mumernaltheim, Neuenaltheim,“ Weiler bei Hohenaltheim. Albrecht von Polsen (Polsingen) verkaufte einen dem Grafen von Oettingen lehenbaren Hof daselbst i. J. 1369 an Georg von Stauffeneck und besiegelte nebst Erkinger von Gyslingen und Burkhard von Granberg die Urkunde über den Verkauf. Georg von Stauffeneck verkaufte den Hof für 1130 Pfund an den 19. Abt Arnold, welcher 1378 noch andere Gefälle von Äckern und von der „Goldwiese“ kaufte. 1403 verlieh der 20. Abt Stromer den Hof an Elisabeth Crusenmeierin, welche alljährlich folgende Gefälle an das Kloster zu entrichten hatte: 6 Malter Kern, 6 Mltr. Roggen, 6 Mltr. Gerste, 6 Mltr. Haber, 3 fl. Wiesgeld, „für Weglos“ 5 Schilling, 4 Hühner. 1512 appellirte Hans Lehner, der Besitzer eines dortigen heilsbronner Gutes, in einer Prozeßsache vom Oettingischen Landgericht an das Reichskammergericht.


3. Baldingen,

Pfarrdorf (Kirchdorf). Ein Theil des dortigen Zehnten stand dem Nördlinger Pfarrpatronat zu, seit 1310 dem Kloster Heilsbronn, welchem, wie oben berichtet, der Kaiser Heinrich VII. das Patronat schenkte. Wie Heilsbronn das Patronat sammt den Zehnten verlor, ist gleichfalls oben ausführlich berichtet worden. Weitere Schenkungen erhielt das Kloster dort nicht, wohl aber von 1348 an mehrere Güter und Gefälle durch Kauf. Verkäufer waren Nördlinger Bürger, Herdegen von Munzingen, die Wittwe Anna Widenmann und Grafen von Oettingen. In einem der Kaufbriefe hieß es: „Ich Hans Meyer, Bürger zu Nördlingen, verihe, daß ich verkauft habe an Herrn Abt Arnold und Convent für 258 Pfund Heller aus meinem Hof zu Baldingen 9 Morgen, gelegen von Baldingen hinaus gen Pflaumloch.“ In einem andern Kaufbriefe von 1359 hieß es: „Wir Graf Ludwig der Alte zu Oettingen haben an das Kloster verkauft den nachbeschriebenen

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 539. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/541&oldid=- (Version vom 1.8.2018)