Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/552

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

einen Konflikt schlichtete der Erzbischof von Mainz, als erwählter Schiedsrichter, durch folgenden Bescheid: „Wir Berthold, Erzbischof zu Mainz, Erzkanzler und Kurfürst, bekennen in dem Streit zwischen dem Abt Sebald (Bamberger) und den Spitalpflegern, um gütlichen Entscheid gebeten, daß die Spitalmeister jährlich einen Gulden Gült an das Kloster abgeben sollen etc. Hierüber haben wir beiden Theilen zu Nördlingen (der Erzbischof war eben daselbst anwesend) einen gleichlautenden Brief mit unserem Siegel übergeben. Montag nach Exaudi.“ In dem andern Konflikt gaben andere Schiedsmänner folgenden Bescheid: „Wir die erwählten Untertadinger Ulr. Schmelzeißen von Erling, P. Martin von Holhaim und Widemann von Memmingen bekennen in dem Streit zwischen Herrn Johann Wilhelm von Bodmer, Ritter, Commenthur der Balei in Franken zu Erlingen einerseits, und dem Kloster Heilsbronn andererseits, 17 Zehntstücke Ackers betreffend: Die 17 Stück Ackers gehören hinfür gen Holheim, dem Haus Erlingen zu Nutz; dagegen behält Heilsbronn den Zehnten zu Memmingen, und zwar von dem Acker, der halb überzwerch an das Uzmemminger Feld stößt.“ Die zwei gleichlautenden Briefe wurden vom Abt und vom Commenthur besiegelt.


16. Ziswingen,

Weiler bei Mönchsdeggingen. 1353 verkaufte Friedrich Schumm (Schemm), Bürger zu Nördlingen, eine Hub in Ziswing an das Kloster. Von Anna von Nassau (vermält mit dem in Heilsbronn begrabenen Grafen Emicho von Nassau) und von einem Probst Berthold de Hagel in Spalt erhielt das Kloster Geldgeschenke, welche zum Ankauf von Gefällen in Ciswingen pro solatio infirmorum verwendet wurden.


17. Hohenacker.

Auch an diesem, tiefer als das Ries in Schwaben gelegenen Orte besaß das Kloster Güter, laut folgender Aufschreibung in der Klosterregistratur: „In Hohenacker, eine halbe Meil unter Waiblingen im Würtembergischen an der Rems, hat das Kloster

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 550. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/552&oldid=- (Version vom 1.8.2018)