Seite:Georg Muck - Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2).pdf/567

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Kaisers Karl IV. Schwiegervater, in Heilsbronn oft zu Gast, dem 17. Abt Friedrich von Hirschlach (s. dort) sehr gewogen, schenkte dem Kloster i. J. 1348 das Patronat von Kirchtumbach. (Beitr. S. 70.) Er war bald nach dem Tode des Kaisers Ludwig, im Dez. 1347, mit Gefolge in Heilsbronn, wo er auch die das Patronat betreffende Schenkungsurkunde ausstellte. Darin erklärte er: Nos Rudolfus D. gr. comes palatinus Reni et dux Bavariae ad notitiam universorum volumus pervenire, quod ad monasterium de Halsprunne gerentes officium devotionis et gratiae specialis, quia in eodem monasterio divinae laudis organa die noctuque crebrius et devocius per viros religiosos, prout per facti evidenciam didicimus, peraguntur, honorabilibus et religiosis viris Abbati et conventui jus patronatus ecclesiae parochialis in Kirchtumbach, quod ad nos ratione dominii dinoscitur pertinere, pro nobis et heredibus dedimus perpetuis temporibus possidendum cum omnibus suis juribus, abdicantes omne jus, quod nobis in dicto jure patronatus competit, ita quod nunc rectore ecclesiae cedente vel decedente, absque cujus vis impedimento, praesentandi idoneum rectorem plenam habeant facultatem. Datum in Halsprunne A. D. 1348, 13. Kal. Januarii. Über die elf beigeschriebenen Urkundenzeugen siehe oben beim 17. Abt Friedrich, welcher zwei Jahre nach Empfang dieser Urkunde starb. Der nachfolgende 18. Abt Büchelberger beeilte sich, die Schenkung auch in Rom bestätigen zu lassen. Der Papst Clemens VI. bestätigte sie i. J. 1352, zugleich auch die Schenkung des Patronats von Hirschau. Daher in der Bursariusrechnung folgende Ausgabsposition: Pro incorporanda ecclesia in Hirzawe et Kirchtumbach ad curiam romanam 130 flor. Auf Grund dieser päpstlichen Konfirmation erholte der Abt i. J. 1354 auch vom Bischof Friedrich in Regensburg die Bestätigung der Schenkung beider Patronate. Drei Jahre darauf kam der Kaiser Karl IV. wieder nach Heilsbronn. Über seine früheren Besuche daselbst ist in den Beitr. S. 69–73 berichtet worden. Bei seiner nunmehrigen Anwesenheit

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 565. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/567&oldid=3316042 (Version vom 31.7.2018)