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mit und forderte ihn auf, nach Heilsbronn zu kommen, um sich wegen so harter Beschuldigungen zu verantworten. Trepp bat, sich schriftlich verantworten zu dürfen, da er eben zwischen Ostern und Pfingsten, wegen der täglichen Kinderlehren, nicht abkommen könne. Ob er sich schriftlich oder mündlich verantwortet hat, ist nicht bekannt. 1578 zog er weg, nachdem er mit seinem Nachfolger P. Herbst wegen der Abrechnung gestritten und diesem in Gegenwart des Verwalters von Frauenthal einen Schlag in’s Gesicht versetzt hatte. Herbst war ein Zögling der Schopper’schen Schule, wurde Pfarrer in Unterickelsheim, that 1578 als designirter Pfarrer von Equarhofen sein Jurament beim Abt Wunder in Heilsbronn, erhielt dabei das observanzmäßige Barett, klagte 1580 schon wieder über sein schadhaftes Haus, in welches schon zweimal Diebe eingestiegen seien, und starb 1590, eine Wittwe und sieben unversorgte Kinder hinterlassend. Man suchte nun als Nachfolger einen Mann, der geneigt sei, die Wittwe zu heirathen und für die Kinder zu sorgen. Mehr über Equarhofen im VII. Abschnitt.


16. Langensteinach

bei Uffenheim. 17 Jahre vor dem Reformationsanfang war daselbst Pfarrer H. Kegel, Kanonikus in Muspach, d. h. er bezog zwar die Einkünfte von der Pfarrei Langensteinach, die er durch einen Vikar versehen ließ, wohnte aber anderwärts. Nach seinem Tode (1500) wurde L. Oeser vom 25. Abt Bamberger dem Bischof Lorenz in Würzburg zur Investitur präsentirt. Der 26. Abt Wenk, konsequent antilutherisch, wie oben gezeigt wurde, legte den Krummstab nieder. Eine seiner letzten Amtshandlungen war, daß er auf Empfehlung des markgräflichen Amtmannes von Uffenheim (1529) die Pfarrstelle zu Langensteinach dem W. Ritter verlieh und sich erbot, diesen dem Bischof von Würzburg zur Ordination und Investitur zu präsentiren. Allein Ritter lehnte dieses Anerbieten ab und erklärte: „er sei gesonnen, bei des Markgrafen Georg Landesordnung zu bleiben und bedürfe daher der bischöflichen Ordination und Investitur nicht.“ Ritter starb

Empfohlene Zitierweise:
Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 2). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1879, Seite 82. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_2).pdf/84&oldid=- (Version vom 1.8.2018)