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München verfertigt, das umgebende Eisengitter und die an der Mauer hängenden vier Tafeln mit erklärenden Inschriften und dem Wappen des Stifters in Nürnberg unter der Leitung des dortigen Direktors Reindel. Der Freiherr stiftete zugleich 1000 fl. mit der Bestimmung, daß die Zinsen aus diesem Kapital alljährlich am Todestag des Burggrafen (14. Aug.) an die Armen, besonders an Kinder, vertheilt werden sollen. Er starb 68 J. alt am 20. Mai 1825, bald nachdem er diese Stiftung gemacht hatte. Bei der jüngsten Restauration wurde der Gedenkstein weiter gegen Osten gerückt und das Eisengitter entfernt, um den schönen Dreikönigsaltar dort aufstellen zu können.


C. Restauration der Kirche in den Jahren 1851 bis 1866.[1]

Der König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen wünschte, das Pfarrpatronat von Heilsbronn, wo möglich den ganzen Ort zu acquiriren und die Kirche sammt den darin befindlichen Grabdenkmalen der Burggrafen von Nürnberg, sowie der Kurfürsten und Markgrafen aus dem brandenburgischen Hause in seinem Sinne und auf seine Kosten restauriren zu lassen. Es wurden daher schon vor 1844 zwischen Berlin und München Verhandlungen gepflogen, auch von Angehörigen des preußischen Königshauses die Grabdenkmale besichtigt, z. B. vom Prinzen Wilhelm und seiner Gemahlin, von deren Schwiegersöhnen, dem Kronprinzen Maximilian von Bayern, dem Prinzen Karl von Hessen und deren Gemahlinen. Des Königs Friedrich Wilhelm Wunsch ging ferner dahin, die Kirche lediglich als Mausoleum bestehen zu lassen; werde ihm dieses gestattet, so sei er erbötig, für den Gemeindegottesdienst eine neue Kirche erbauen zu lassen. Die deßhalb zur Einsichtnahme nach Heilsbronn Kommittirten fanden, daß die Anhöhe beim Pfarrhause zur Erbauung einer neuen Kirche vollkommen geeignet sei. Der König Ludwig I. von Bayern ging auf die Wünsche des Königs Friedrich Wilhelm nicht ein,


  1. Vgl. Stillfried S. 73.
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Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn (Band 3). C. H. Beck’sche Buchhandlung, Nördlingen 1880, Seite 281. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Georg_Muck_-_Geschichte_von_Kloster_Heilsbronn_(Band_3).pdf/283&oldid=- (Version vom 1.8.2018)