Seite:Georg Rusam - Geschichte der Pfarrei Sachsen.pdf/245

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 Kapp Johann, aus Spardorf, kam 1902 auf die neu errichtete zweite Schulstelle nach Sachsen, starb aber schon 1905. Ihm folgte auf diese Stelle

 Rost Rudolf, 1905–1935. Er war zuerst in Rauschenberg im Steigerwald angestellt, dann in Gutenstetten, ab 1. Oktober 1905 in Sachsen. Nach dem Abgang des Oberlehrers Oberhäuser übernahm er den Kantorats- und Organistendienst an der Kirche in Sachsen, starb als Oberlehrer am 19. Dezember 1935.

 Degel Christian, Oberlehrer, war unmittelbarer Nachfolger Oberhäusers, 1926–1931. Kam am 1. April 1926 von Nenzenheim nach Sachsen und trat am 15. Oktober 1931 in den Ruhestand, lebt zur Zeit in Ansbach.

 Schwarzenbeck Karl, Oberlehrer, seit 1. Dezember 1931 in Sachsen, nachdem er vorher in Weidelbach, Dettendorf und Großhabersdorf tätig gewesen war.

 Pflug Hans, Hauptlehrer, war erst in Lichtenau und Heinersdorf angestellt, seit 16. April 1936 in Sachsen.

 Meyer Friedrich, aus Schwabach, hat zur Zeit die dritte (unständige) Schulstelle in Sachsen inne, und zwar seit 1. Dezember 1919, ist Hauptlehrer. Er versieht seit 1935 den Kantorats- und Organistendienst an der Kirche.


b) Der Schulbetrieb

 Schule wurde anfangs regelmäßig nur im Winter gehalten, da die Kinder im Sommer zu den landwirtschaftlichen Arbeiten beigezogen wurden. Da die Haupteinnahme der Lehrer damals aus dem von den Kindern zu entrichtenden Schulgeld bestand, waren sie schon um ihres Unterhaltes willen gezwungen, während des Sommers einer anderen lohnenden Beschäftigung nachzugehen. Nur die Verbindung mit dem Kirchendienst verschaffte ihnen einige Lebenssicherung. So hören wir 1627 von dem damaligen „Schulmeister“ – es war wohl der Mesner Hans Weiß –, daß er ein Schneidermeister sei und nur im Winter Schulunterricht erteile, und auch das nur „sch1echt“; es wäre gut, wenn ein „rechter Schulmeister“ wieder am Ort wäre, wie die Gemeindeglieder bei einer Kirchenvisitation sich äußerten. Auch nach dem Dreißigjährigen Kriege wurde es nicht so bald besser. Noch 1680 erklärte der Lehrer Alberti, daß er nur im Winter an die 50 Kinder habe, im Sommer dagegen keine. Nur langsam konnte