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Zehntrechte und Zinsen. 1335 und 1336 kaufte der Abt Gamsfelder von Heilsbronn zwei Güter in Neukirchen (eines davon jedenfalls Hs.–Nr. 11, Besitzer Wittmann). Ferner verkaufte 1335 Leonhard Hauslod ein Gütlein zu Neukirchen an Heinrich Wiesenhofer. 1431 wurden für die neu gestiftete Frühmesse zu Immeldorf drei Güter in Neukirchen angekauft (Hs.–Nr. 3, 4 und 13, jetzige Besitzer Volland, Arold und Eschenbacher). Weiteren Bericht siehe S. 315.


Hirschbronn

 Der Name erscheint in alten Akten gern als „Hirschbrünn“, „Hirsbronn“ oder „Hirzbrunn“ und bedeutet stets dasselbe, nämlich einen Brunnen oder eine starke Quelle, bei der sich die Hirsche einzufinden pflegten, damals als der ganze Höhenzug noch mit Wald bedeckt war. Der Brunnen fließt heute noch dicht unterhalb des Dorfes und kommt aus dem Anwesen Hs.–Nr. 2 heraus; er ist als Hirschbrünnlein bekannt. Es ist schon ausgeführt worden, daß wir es hier mit einer Herrensiedlung zu tun haben, die offenbar von den Herren des Klosters, beziehungsweise des Chorherrenstiftes in Ansbach ausging. Bei genauer Betrachtung der Ortschaft und des Flurplanes legt sich der Gedanke nahe, daß ursprünglich auch nur drei große Höfe angelegt wurden, und zwar an der Nordseite der Straße, wobei die heutigen Anwesen Hs.–Nr. 1 und 3, dann 5, 7, 8 und 9, und endlich 11 und 12 je einen zusammengehörigen Gutsbesitz von gleicher Größe darstellten. Die südlich der Straße liegenden Anwesen sind offenbar erst später entstanden, wie man aus ihrer Lage und dem Mangel eines weiter hinausreichenden Grundstreifens schließen kann. Wie überall, so wurde auch hier durch Teilung der großen Höfe und durch neue Siedlungsanlagen das Dorf ausgebaut, bis im ganzen elf Höfe und Güter vorhanden waren.

 Im Jahre 1303 hatte Albert von Vestenberg den gesamten Zehnten in Hirschbronn inne, ferner ein Herr Cuspis von Ansbach ein Gut als bischöfliches Lehen. 1323 wird der Ort aufgeführt in einem Ledigungsbrief des Königs Ludwig für Gottfried und Kunigunde von Heideck. 1336 verkaufte Gottfried von Seinsheim drei Höfe zu Hirschbronn an das Kloster Heilsbronn (die heutigen Anwesen Hs.–Nr. 2, 8, 11/12 mit den Inhabern Ebert, Kittel, Berger und Helmreich, wobei damals Nr. 11 und 12 nur Einen Hof bildeten). 1372 schenkte Burggraf Friedrich IV. dem Herrn Ludwig v. Eyb um seiner getreuen Dienste willen ein Gut zu Hirschbronn. 1391 verkaufte Adelheid Steiner, Bürgersfrau zu Ansbach, dem Gumbertusstift ihr Hirschbronner Gut, 1399 stiftete der Chorherr Hermann von Kalchreuth eine Vikarei am Gumbertusstift und gab dazu unter anderem