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auch Einkünfte aus Hirschbronn. 1407 verkaufte Heinrich Knorz von Ansbach den 9. Teil des Hirschbronner Zehnten an Hans Teuer zu Katterbach, 1476 Hans und Adam Weiß zu Greuth ebenfalls den 9. Teil des Zehnten an das Chorherrnstift zu Ansbach. 1498 stiftete der Ritter Ludwig von Eyb eine „halbe Almosenschüssel“ und ein ewiges Licht bei St. Gumbertus aus Einkünften von Hirschbronn und Adelmannssitz. Für die Folgezeit siehe S. 316.


Alberndorf

 Der Name dieses Dorfes lautet in alten Urkunden: „Adelberndorf“ (um 1268), „Malbrechtsdorf“ (1313), „Albrechtsdorf“ (1409 und 1421), „Albersdorf“ (1433), später in der Regel „Alberndorf“. Daraus ergibt sich, daß der Gründer des Dorfes ein Herr „Adalbero“ oder „Adalbrecht“ (= Albrecht oder Albert) war. Der älteste Hof lag ohne Zweifel am Eingang des Dorfes von Ansbach her, wo die vier Flurwege zusammentreffen. Dort bildeten die beiden Höfe Hs.–Nr. 1 und 12, die bis 1725 zusammengehörten, sichtlich eine schön geschlossene Hofrait, der auch eine Quelle im Talgrunde zur Verfügung stand (jetzige Besitzer Helmreich und Vogelhuber). Als nachfolgender zweiter Hof gibt sich durch Lage und Hofrait am andern Ende des Dorfes Hs.–Nr. 9 (Heubeck) zu erkennen, zu dem früher auch Nr. 10 (Meyer) gehörte. Alle übrigen Anwesen sind sichtbar Ableger dieser beiden Höfe. In der Folgezeit waren neun, zum Teil recht kleine Anwesen vorhanden.

 In alten Schriften wird Alberndorf zum erstenmal 1268 erwähnt, wo der Abt Rudolf von Heilsbronn eines seiner beiden Güter dort an Burkhard von Eschenbach auf Lebenszeit zu einem festgesetzten Zins überließ. 1313 vertauschte der Edelherr Gottfried von Heideck einen Hof zu Alberndorf gegen einen solchen zu Eichenbach. 1409 verschrieb Burggraf Friedrich VI. der Stadt Ansbach unter anderem auch Einkünfte zu Alberndorf. 1421 kommt in der schon bei Volkersdorf berührten Stiftung des Friedrich im Steinhaus auch ein Gut zu Alberndorf vor. Im weiteren siehe S. 317.


Steinbach

 Der „Bach“, der von Wallersdorf herabfließt und allerlei „Stein“-Geröll in seinem Bette zeigt, hat dem Orte offenbar seinen Namen gegeben. Schon die für den Feldbau wenig günstige Lage läßt erkennen, daß wir hier eine Spätsiedlung vor uns haben. Vermutlich ist sie von Alberndorf ausgegangen, da beide Orte von jeher eine Gemeinde bildeten. Als ältester Hof ist wohl die heutige