Seite:Georg Rusam - Geschichte der Pfarrei Sachsen.pdf/32

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Stück Feldflur mit einem Zaun umgeben war, um das darin weidende Vieh zu schützen, ein Gedanke, der nicht unmöglich, aber auch nicht nachweisbar ist. Eine sichere Erklärung muß vorläufig dahingestellt bleiben. – Die Namensform lautet 1303 „Zante“, 1374 „Zant“, 1550 „Zannt“, später oft „Zanth“. Das älteste Anwesen stand jedenfalls inmitten des heutigen Dorfes, da, wo der Bergweg in die Längsstraße des Dorfes einmündet, also auf der Stelle der beiden, ehemals sicher zusammengehörigen Höfe Heidingsfelder und Schwab. Hier haben wir die übliche stattliche Hofrait, die einlaufenden Feldwege und auch die Nähe des Quellwassers. Alle übrigen Höfe und Güter geben sich ihrer Lage und Anlage nach als spätere Zusiedlungen. Am Ausgang des Mittelalters waren im ganzen 14 Anwesen vorhanden, mit Einschluß der talabwärts liegenden Mühle.

 Die älteste urkundliche Mitteilung geht auf das Jahr 1289 zurück, wo die Witwe Wolframs von Dornberg dem Kloster zu Heilsbronn Güter in Zandt schenkte. 1303 wird erwähnt, daß der Ritter Friedrich von Thann zwei bischöfliche Lehensgüter in Zandt besaß. 1344 kaufte der Abt Gamsfelder von Heilsbronn in Zandt zwei Güter von Konrad von Dietenhofen. 1374 stifteten Hans von Seckendorf zu Jochsberg und seine Frau 15 Metzen Korngült von einem Hof zu Zandt an das Kloster Heilsbronn „zu ihrem Seelenheil“, d. h. zu jährlichen Messen für ihre Seelen. 1431 verkaufte Hans Pitterolf von Zandt die Gült von zwei Wiesen an das Gumbertusstift. 1532 verkaufte Hans Melber in Zandt eine Wiese zu Claffheim an das Reiche Almosen zu Nürnberg. Ferneren Bericht über den Ort siehe S. 322.

*

 Im Anschluß an die aufgeführten Pfarrdörfer seien noch einige kurze Angaben über benachbarte Orte gemacht, die einst mit der Pfarrei Sachsen in Verbindung standen.

 Lichtenau, eine Spätsiedlung auf der „lichten“, d. h. von Waldwuchs freien und mit Gras bestandenen „Aue“ auf der rechten Seite der Rezat, gehörte wie die ganze Gegend einst den Herren von Dornberg, die dort ein „Wasserschloß“ bauten, ein rings vom Wasser der Rezat umflossenes festes Schloß. 1288 fiel Schloß und Dorf mit der ganzen Umgegend an die Herren von Heideck, von denen später noch zu reden sein wird. 1406 verkauften diese ihren Besitz an die Stadt Nürnberg, die aus dem Schloß eine Festung machte. Frühzeitig schon wurde Lichtenau mit Marktgerechtigkeit begabt und später mit Mauer und Wassergraben nebst zwei Toren befestigt. Jährlich fanden zwei bis drei Märkte statt. Sämtliche Häuser links der Rezat sind erst in neuerer Zeit erbaut worden zum Teil auf Volkersdorfer Flurmarkung.