Seite:Georg Rusam - Geschichte der Pfarrei Sachsen.pdf/34

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für die studierende Jugend gegründet, diese aber dann 1736 nach Ansbach verlegt (das heutige Gymnasium).

 Vestenberg, ein zu einer „Feste“ ausgebauter „Berg“, also eine feste Burg, ist der Stammsitz eines sehr alten Rittergeschlechtes, der Herren von Vestenberg. Sie kommen schon 942 vor und besaßen vor allem grundherrliche Rechte in Neukirchen und Külbingen. Später ging die Burg an die Herren von Dornberg über, dann 1288 an die Herren von Heideck, 1435 an die Herren von Eyb. Letztere verkauften Ort und Beste i. J. 1724 an die Markgrafen zu Ansbach.

 Langenlohe, eine Spätniederlassung auf der dortigen „Lohe“, einem mit viel Graswuchs durchsetzten Waldbestand. Zur Unterscheidung von anderen Orten auf gleichem Grund und Boden (Beutellohe, Eyerlohe, Breitenlohe u. a.) erhielt der Ort den Namen „Langen-Lohe“.

 Herpersdorf, in alten Urkunden „Heribrandesdorf“ genannt, ist die Siedlung eines Mannes, namens „Heribrand“. Der Ort kommt schon 1137 vor, dann wieder 1166.

 Eyb, alt „Ibe“ (1323), hat seinen Namen von den „Eiben“, einer jetzt fast ganz ausgestorbenen, aber damals nicht seltenen Holzart, die in der dortigen Gegend offenbar in zahlreichen Büschen und Bäumen gedieh. Es dürfte sich hier um eine spätere Siedlung handeln. Das Rittergeschlecht der Herren von Eyb war dort ehedem seßhaft, hatte ein Schloß im Dorf und soll die alte Kirche darin gebaut haben. Bekannt ist der Edle Ludwig von Eyb (1417–1502), der ein treuer Ratgeber des Markgrafen Albrecht Achilles war. Der markgräfliche Hofrat Veit Asmus von Eyb baute 1593 das stattliche Haus am untern Markt zu Ansbach (jetzt Gaststätte „Eybhof“).

 Ansbach hieß in ältester Zeit „Onoldisbach“, später „Onolzbach“, woraus erst in neuerer Zeit „Onsbach“ und dann „Ansbach“ wurde. Ein Herr, namens „Onold“, hatte sich an dem von Schalkhausen her in die Rezat einmündenden Bache mit einem großen Hofe jedenfalls schon in sehr früher Zeit niedergelassen. Als dann um das Jahr 745 ein Kloster der Benediktiner an dem Zusammenfluß des Baches mit der Rezat gegründet wurde, ging der Name der Ursiedlung „Onoldisbach“ auch auf die an das Kloster sich anschließende Dorf- und spätere Stadtsiedlung über. Erstmalig wird das Kloster sowie der Name Onoldisbach 786 urkundlich erwähnt. Das Kloster ging nach einiger Zeit wieder ein, aber die Klostergüter blieben, und mit Hilfe derselben errichtete der Bischof von Würzburg etwa um das Jahr 1050 ein Chorherrenstift, das den Namen des Klostergründers, des hl. Gumbertus, fortführte. Kloster und Chorherrnstift waren mit