Seite:Georg Rusam - Geschichte der Pfarrei Sachsen.pdf/41

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und Güter, die in alter Zeit hauptsächlich durch Stiftungen und Schenkungen, teilweise auch durch Ansiedlung aus klösterlichem Boden angefallen waren. Innerhalb der Pfarrei Sachsen besaß das Stift 1 Anwesen zu Alberndorf, 4 zu Steinbach, die Büchenmühle, je 9 zu Ratzenwinden und Oberrammersdorf, 4 in Unterrottmannsdorf, 1 zu Volkersdorf, 2 in Neukirchen, 3 zu Hirschbronn. Eine außerordentlich reiche Schenkung fiel dem Stift durch das Vermächtnis des Ritters Friedrich im Steinhaus 1421 zu, besonders in den Orten Weidenbach, Leidendorf, Claffheim, aber auch innerhalb der Pfarrei Sachsen (siehe die Beschreibung der Orte Oberrammersdorf, Steinbach, Alberndorf und Volkersdorf im 4. Abschnitt). Über die Entstehung des Klosters und Stiftes ist bereits das Nötige gesagt worden (S. 33). Nach der Reformation wurde das Stift aufgelöst (1563) und zur Verwaltung der Einkünfte ein markgräfliches Stiftsamt eingesetzt. Erst die preußische Regierung hob 1797 das Stiftsamt auf und machte die Stiftsgüter zu Staatsbesitz. Außer den ihm als Grundherren zustehenden Höfen und Gütern befand sich auch noch viel liegender Besitz, besonders Wald, im Eigentum des Stiftes; so die ganze Feuchtlach, der Zeilberg und Urlas bei Ansbach, die Pfaffenstruth bei Oberrammersdorf mit 25 Morgen, das Lotterhölzlein bei Ratzenwinden, 10 Morgen bei Boxbrunn, die Pfaffenweiher im Rosenberg bei Zandt usw. Im Jahre 1637 belief sich der ganze Grundbesitz auf 10113 alte Tagwerk. – Weiteres siehe S. 43.

 5. Das Reiche Almosen zu Nürnberg ist hervorgegangen aus einer Stiftung des Bürgers Burkhard Seiler i. J. 1388. Diese Stiftung, die zur Unterstützung für Arme bestimmt war, fand bald durch Zustiftungen und durch geschickte Verwaltung eine außerordentliche Vermehrung, so daß ihr der Name „Reiches-Almosen“ gegeben wurde. Nach der Reformation wurde die Verwaltung des großen Vermögens dem Landalmosenamt übertragen. Innerhalb der Pfarrei Sachsen waren sämtliche Güter in Sachsen einschließlich des Pfarrhofes dem Almosen zugehörig, nachdem das früher zuständige Gumbertusstift i. J. 1444 diese an das Reiche Almosen verkauft hatte, zugleich mit anderen Gütern und Rechten in Volkersdorf, Herpersdorf und Immeldorf. Weiter besaß das Almosenamt 2 Güter in Neukirchen, 6 in Zandt, 7 in Volkersdorf. 1673 stellte es für seine Grundholden im Lichtenauer Bezirk einen eigenen Vogt in der Person des Müllers Kaspar Heydelfelder zu Immeldorf auf.

 6. Das Kloster Heilsbronn (siehe Abschnitt 4) ging nach der Reformation ebenso wie das Chorherrnstift in Ansbach ein. Seine Einkünfte wurden zur Unterhaltung der Fürstenschule und zu Beihilfen für bedürftige Studierende verwendet. Eigentum des Klosters waren 3 Höfe in Hirschbronn, 1 Hof in Neukirchen und 1 Gut in Zandt.