Seite:Georg Rusam - Geschichte der Pfarrei Sachsen.pdf/64

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1511 Harder Hans, „Provisor“ (Verweser).

1515 Heinrich, „Herr im Pfarrhof“. Bis 1517.

1517 Scholl Berthold, „Vikar“. Bis 1523.

1524 Herzog Johannes, von Weißenburg, „Vicecuratus“.

1525 Kutten Heinrich, Vikar.

1527 Deininger Matthias, Verweser. Er zog im Jahr darauf nach Burgbernheim im Tausche mit Jakob Hofmann, der von dort nach Sachsen zog.

1528 Hofmann Jakob. Er führte noch im gleichen Jahre die Reformation in Sachsen ein.

 Noch weniger Namen erfahren wir von den vielen Kaplänen, die im Laufe der Zeit in Sachsen amtierten. Sie hatten ja kein selbständiges Amt und erscheinen darum auch nicht in Urkunden und nur selten in einem anderen Schriftstück. Erwähnt werden lediglich:

1311 Berthold, Kaplan.

1505 Grießbauer Hans, Kaplan.

1510 Ott Kilian, Kaplan.

1523 Ochsenstirn Hans, Kaplan.


14. Die alte Kirche in Sachsen

a) Die alte Basilika

 Über die erste Kirche, wie sie um das Jahr 800 n. Chr. gebaut wurde, wissen wir gar nichts. Es könnte ein einfacher Holzbau gewesen sein, der dann freilich nicht lange hielt, sondern mit den Jahren der Fäulnis oder auch einem Brande zum Opfer fiel. Wahrscheinlicher ist jedoch, daß schon damals ein massiver Steinbau, wenn auch einfach und schmucklos, errichtet wurde. Denn Karl der Große war überall auf steinerne Gotteshäuser bedacht; und entsprechendes Baumaterial gab es hinreichend in den Sandsteinen unserer Gegend. Die Kirche stand ohne Zweifel auf derselben Stelle, auf der sie sich heute noch befindet; nur daß sie sich nicht so weit nach Osten hin erstreckte.

 Diese erste Kirche wurde etwa 400 Jahre später von einem anderen Bau abgelöst. Von diesem neueren Bau können wir uns heute noch ein gewisses Bild machen, da der Grundstock dazu noch in dem jetzigen Bau erkennbar ist. Man muß sich nur von unserer heutigen Kirche alles hinwegdenken, was erst später dazugekommen ist. Man muß hinwegdenken den gotischen Chor im Osten, von dem . hernach die Rede sein wird; ferner alle die Umbauten vom Jahre