Seite:Georg Wilhelm Dietz - Vom Rangau.pdf/2

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Ich gebe dießmahl den Auszug aus dem I, III und V Programm, welche vom Rangau handeln, und schalte einige Anmerkungen ein, die ich meist aus dem Codice Laureshamensi diplomatico, aus der Bambergischen Deduction über Fürth (von 1774) und aus den Actis acad. Palatinae genommen habe.


§. 2.
Schwierigkeiten der Geographie Teutschlands in den mittlern Zeiten.

Die Geographie Teutschlands in den mittlern Zeiten hat überaus große Schwierigkeiten, da wir hier nicht einmahl einen Strabo, Ptolemäus, Plinius oder Pomponius Mela haben, aus welchen man schöpfen könnte. Die alten Namen der Länder, der Theile der Länder, der Districte und kleinern Bezirke haben sich geändert. Die Namen mancher Flüsse und Bäche, deren Kenntniß zur Bestimmung der Gauen so wichtig ist, sind theils verloren gegangen und in Vergessenheit gerathen, theils abgeändert worden. Die Gauen selbst hatten keine so bestimmten Gränzen, daß man ihren Umfang immer ganz genau angeben könnte, und waren ohnehin von sehr ungleicher Größe, vielleicht auch nicht zu allen Zeiten gleich groß.