Seite:George Der siebente Ring.pdf/21

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

›Komm heiliger knabe! hilf der welt die birst
Dass sie nicht elend falle! einziger retter!
In deinem schutze blühe mildre zeit

20
Die rein aus diesen freveln sich erhebe ..

Es kehre lang erwünschter friede heim
Und brüderliche bande schlinge liebe!‹
So singt der dichter und der seher weiss:
Das neue heil kommt nur aus neuer liebe.

25
Wenn angetan mit allen würdezeichen

Getragen mit dem baldachin – ein vorbild
Erhabnen prunks und göttlicher verwaltung –
Er eingehüllt von weihrauch und von lichtern
Dem ganzen erdball seinen segen spendet:

30
So sinken wir als gläubige zu boden

Verschmolzen mit der tausendköpfigen menge
Die schön wird wenn das wunder sie ergreift.

Empfohlene Zitierweise:
Stefan George: Der siebente Ring. Blätter für die Kunst, Berlin 1907, Seite 21. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:George_Der_siebente_Ring.pdf/21&oldid=- (Version vom 1.8.2018)