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Aus den kritischen Büchern der Davidsbündler.[1]
I. Studien für das Pianoforte von J. N. Hummel. W. 125.[H 1]


1.


Heiterkeit, Ruhe, Grazie, die Kennzeichen der antiken Kunstwerke, sind auch die der Mozart’schen Schule. Wie der Grieche seinen donnernden Jupiter noch mit heiterm Gesicht zeichnete, so hält Mozart seine Blitze.

Ein rechter Meister zieht keine Schüler, sondern eben wiederum Meister. Mit Verehrung bin ich immer an die Werke dieses gegangen, der so viel, so weit gewirkt. Sollte diese helle Art zu denken und zu dichten vielleicht einmal durch eine formlosere, mystische verdrängt werden, wie es die Zeit will, die ihre Schatten auch auf die Kunst wirft, so mögen dennoch jene schönen Kunstalter

  1. Es wird angenommen, daß sich die Davidsbündler ein Buch hielten, in das sie ihre Gedanken über neuerschienene Werke etc. einzeichneten.

Anmerkungen (H)

  1. [WS] Johann Nepomuk Hummel (1778–1837) österreichischer Komponist und Pianist. Die 24 Etüden Op. 125 (1833) als Gemeinfreie Notenausgaben von Johann Nepomuk Hummel im International Music Score Library Project