Seite:Gesammelte Schriften über Musik und Musiker Bd.2 (1854).pdf/186

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Werke zeitgemäßer ausstattete. Ein so graues Kleid schadet dem ersten Eindruck beim Durchspielen ungemein. In der Phantasie habe ich mir das Werk aber möglichst schön nachgesungen, und der besten Empfehlung werth gefunden.




Phantasieen, Capricen etc. für Pianoforte.
Erste Reihe.
I. Tedesco, Phantasie über Motive aus Robert der Teufel. Werk 6. – C. Schunke, große charakteristische Caprice über ein Thema von Meyerbeer. Werk 46. – J. Nisle, brillantes Allegro. Werk 45. – J. Schmitt, große brillante Phantasie (Douleur et triomphe. Inspiration musicale). Werk 225. – Hommage à Clara Wieck. Recueil pour le Pianoforte. – O. Gerke, Amusement. Werk 16. – J. P. E. Hartmann, 4 Capricen, Werk 18.


Wer weiß, wie Herr Tedesco mit obiger Phantasie in Leipzig wenigstens in Erstaunen gesetzt, ja wer sogar jener Execution selber beigewohnt hat, kann es dem Componisten nicht verargen, daß er ein bescheidenes: „Executée par l’Auteur dans ses concerts“ auf dem gedruckten Titelblatt beifügte. Ueber gewisse Dinge spräche man nicht, wenn man nicht oft gegen seinen Willen dazu gezwungen würde. Wer wird einem jungen reisenden Künstler übel wollen, ihm nicht förderlich sein! Nur das „executée“ etc. hätte der Virtuos weglassen sollen, dieses „executée“ etc. läßt mir keine